Qualitätsmanagement-Lexikon, Ihr QM-Lexikon – Q wie Qualitätsfähigkeit.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätsfähigkeit

Eignung einer Organisation oder ihrer Elemente zur Realisierung einer Einheit, festgelegte Qualitätsanforderungen zu erfüllen.
Zur Qualitätsfähigkeit gehören die finanziellen, technischen, organisatorischen und personellen Mittel, die das Unternehmen befähigen, Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Kundenerwartungen und -forderungen zugestalten, zu beschaffen, herzustellen und im Einsatz zu betreuen.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualifikationsstand

Ergebnis einer Ist-Aufnahme der vorhandenen Qualifikation der Mitarbeiter durch eine Führungskraft.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätssicherung

Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Erzeugen von Vertrauen darauf gerichtet ist, dass Qualitätsmanagementanforderungen erfüllt werden.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätswesen

Funktion im Unternehmen, die sich mit dem Mess- und Prüfwesen, der Qualitätssicherung und/oder dem Qualitätsmanagement befasst.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätszirkel

Funktion im Unternehmen, die sich mit dem Mess- und Prüfwesen, der Qualitätssicherung und/oder dem Qualitätsmanagement befasst.

Glossar QM Begriffe Q

Allgemeiner, aus dem Englischen stammender Begriff für Qualitätslenkung.

Besonders zu beachten ist das Wort Control, es steht sinngemäß für Steuern bzw. Beherrschen und ist nicht mit dem deutschen Kontrollieren zu verwechseln.

Definition und Festlegung der Funktionen von Mitarbeitern je Bereich, die Ermittlung der Sollqualifikation für diese Funktionen und die Mitarbeiterzuordnung.
Planen, Organisieren und Durchführen von Maßnahmen, die die Qualifikation der Mitarbeiter verbessern bzw. erweitern sollen.
Hierzu gehören das Festlegen der Verantwortungen zwischen Personalbereich und Funktionsbereich, das Planen der Qualifikationsmaßnahmen durch Verantwortliche, das Bereitstellen und Vorbereiten und das Veranlassen der Maßnahmen wie geplant, das Überwachen der Umsetzung sowie die abschließende Dokumentation durch Verantwortliche.
Kosten, die vorwiegend durch Qualitätsforderungen verursacht sind. Kosten, die durch Tätigkeiten der Fehlerverhütung, durch planmäßige Qualitätsprüfungen, durch interne oder externe festgestellte Fehler sowie durch die externe QM-Darlegung verursacht werden.
Hierzu gehören Kosten für Fehlprodukte, Ausschuss, Sortierprüfungen, Wiederholungsprüfungen, qualitätsbedingte Ausfallzeiten, Gewährleistung und Produzentenhaftung, als auch die Verluste des Nichterreichens zufrieden stellender Qualität.
Politik bezüglich Qualität.

Anmerkung 1: Üblicherweise steht die Qualitätspolitik mit der übergeordneten Politik der Organisation in Einklang, sie kann der Vision und Mission der Organisation angepasst werden und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen.

Anmerkung 2: Qualitätsmanagementgrundsätze dieser Internationalen Norm können als Grundlage für die Festlegung einer Qualitätspolitik dienen.

Die Qualitätsregelkarte (QRK) stellt allgemein eine Methode zur Überwachung von Fertigungsprozessen auf statistischer Basis dar und findet Anwendung im Rahmen der Statistischen Prozessregelung (SPC).

Sie ist ein Formblatt zur grafischen Darstellung von fortlaufend anfallenden statistischen Daten für eine Serie von Stichproben.

Bei den Daten handelt es sich um Messwerte oder daraus errechnete Kennzahlen, die in Verbindung mit vorher eingezeichnetem Mittelwert sowie Warn-, Eingriffs- und Toleranzgrenzen zur Untersuchung und Steuerung des betrachteten Prozesses dienen.

Qualitätsteams bestehen meist aus besonders befähigten Mitarbeitern aus allen am Prozess beteiligten Abteilungen und Bereichen.

Sie werden vom Management bestimmt und sind während der Zeit der Mitarbeit im Team von ihren Aufgaben ganz oder teilweise befreit.

Im Regelfall erhält ein Team vom Management einen klaren Auftrag zur Lösung eines definierten Problems. Dieser Auftrag wird dann von den Gruppenmitgliedern – meist unter Leitung einer Führungskraft – ausgeführt. Nach Lösung des Problems ist die Aufgabe des Qualitätsteams beendet, es löst sich auf.

Glossar QM Begriffe R

Als Re-Engineering wird das grundsätzliche Überdenken und die daraus resultierende radikale Neugestaltung von Unternehmen oder wesentlichen Unternehmens- bzw. Geschäftsprozessen bezeichnet. Dabei werden bedeutsame Verbesserungen in den Bereichen Kosten, Qualität und Zeit angestrebt.
Ausdruck der Unzufriedenheit, die gegenüber einer Organisation in Bezug auf deren Produkt oder Dienstleistung oder den Prozess zur Bearbeitung von Reklamationen selbst zum Ausdruck gebracht wird, wenn eine Reaktion beziehungsweise Klärung explizit oder implizit erwartet wird.

Bei der Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 muss sich ein Unternehmen mit vielen rechtlichen und anderen Anforderungen auseinandersetzen.

Konkret bedeutet dies, dass die relevanten Anforderungen ermittelt und allen zugänglich gemacht werden müssen. Für die Dokumentation der Anforderungen empfiehlt es sich, eine Auflistung, einen sogenannten Rechtskataster, anzulegen.

Definition Rechtskataster:
Ein Rechtskataster beschreibt die Sammlung aller Rechtsanforderungen, die für eine Organisation relevant sind. Zudem ermöglicht ein Rechtskataster die Bewertung der Einhaltung der Rechtsanforderungen und dokumentiert die organisationsspezifische Umsetzung bindender Verpflichtungen. Schließlich können im Rechtskataster auch die zuständigen Stellen und Mitarbeiter den jeweiligen Rechtsanforderungen zugeordnet werden. Gegebenenfalls können auch eingegangene Verpflichtungen des Unternehmens, z.B. aus Kundenvereinbarungen oder Selbstverpflichtungen, aufgeführt werden.

Möglichkeit, den Werdegang, die Verwendung oder den Ort eines Produktes lückenlos nachzuvollziehen.

Glossar QM Begriffe S

Dokument, in dem Schulungsmaßnahmen und Teilnehmer festgelegt sind.
Die Selbstbewertung einer Organisation ist eine umfassende und systematische Bewertung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Organisation, die auf das Qualitätsmanagementsystem oder ein Exzellenzmodell bezogen werden.
Verschärfte Formulierung für die Bedeutung der Verpflichtung der obersten Leitung bezüglich des Qualitätsmanagementsystems.
Simultaneous Engineering ist die zeitlich überlappende Bearbeitung von Aufgaben durch interdisziplinäre Arbeitsgruppen im Unternehmen zum Zwecke der Zeitersparnis.

Dabei werden insbesondere im Stadium der Entwicklung, Konstruktion und Fertigungsplanung die einzelnen Ingenieurstätigkeiten durch organisatorische und technologische Maßnahmen parallelisiert. Diese Arbeitsweise unterstützt bei gleicher Zielsetzung durch die Anwendung von Quality Engineering zusammengefasste Verfahren, die zu planenden Produkte und Prozesse.

Erlaubnis, ein Produkt oder eine Dienstleistung, das/die festgelegte Anforderungen nicht erfüllt, zu gebrauchen oder freizugeben.
Dokument, das Anforderungen festlegt (z.B. Qualitätsmanagement-Handbuch, Qualitätsmanagementplan, technische Zeichnung, Verfahrensanweisung, Arbeitsanweisung).

Anmerkung 1: Eine Spezifikation kann sich auf Tätigkeiten (z. B. Verfahrensanweisung, Prozessspezifikation und Testspezifikation) oder auf Produkte (z. B. Produktspezifikation, Leistungsspezifikation und Zeichnung) beziehen.

Anmerkung 2: Durch Festlegen von Anforderungen kann eine Spezifikation zusätzlich Ergebnisse der Entwicklung festlegen und dadurch in einigen Fällen als Aufzeichnung verwendet werden.

Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) regelt die Anforderungen an Energie- oder Umweltmanagementsysteme für Unternehmen.
Durch einen Nachweis nach SpaEfV können Unternehmen des produzierenden Gewerbes die Rückvergütung von Teilen der Strom- und Energiesteuer beantragen.
Qualitätsprüfung, bei der statistische Methoden angewendet werden.
Unter Stichprobenprüfung versteht man die Überprüfung eines repräsentativen Anteils von Einheiten aus einer betrachteten Grundgesamtheit in Bezug auf die vorgegebenen Prüfmerkmale.

Auf Grund des Ergebnisses der Stichprobenprüfung wird auf die qualitative Beschaffenheit der Gesamtmenge geschlossen.

Plan für das Erreichen eines langfristigen Ziels oder Gesamtziels.
Das Stromsteuergesetz regelt die Besteuerung von elektrischer Energie.
Das Systemaudit dient der umfassenden Beurteilung des gesamten Qualitätsmanagementsystems.

Dabei wird in einer systematischen und unabhängigen Untersuchung zunächst die Beschreibung des QM-Systems einschließlich aller Anweisungen auf angemessene Übereinstimmung mit dem zugrunde liegenden Regelwerk (Norm) überprüft.

Anschließend werden vor Ort alle qualitätsbezogenen Tätigkeiten und deren Ergebnisse beurteilt, ob diese den geplanten Anordnungen und Anweisungen entsprechen, wirkungsvoll durchgeführt werden und geeignet sind, die vorgegebenen Qualitätsziele zu erreichen.

Begriffe A – D
Begriffe E – H
Begriffe I – L
Begriffe M – P
Begriffe Q – T
Begriffe U – Z

„Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.“

Konfuzius (vermutlich 551 v.Chr.- 479 v.Chr.)