Qualitätsmanagement-Lexikon, Ihr QM-Lexikon – M wie Managementbewertung.

Managementreview, QM-Begriffe

Managementbewertung

Die Managementbewertung ist ein Prozessschritt in Managementsystemen bei dem die Geschäftsführung sich über die Ergebnisse und den Stand sowie über Maßnahmen informiert und ein Statement dazu abgibt. Daraus ergibt sich eindeutig, dass die Managementbewertung (vielfach auch Managementreview genannt) nicht durch den Qualitätsmanagementbeauftragten, sondern von der obersten Leitung (Geschäftsführung) durchgeführt werden muss.

Qualitätsmanagement Begriffe

Managementwerkzeuge

Die sieben Managementwerkzeuge (M7) sind Problemlösungstechniken, die unter Anwendung visueller Hilfsmittel zur Analyse verbaler Information dienen.

Qualitätsmanagement Begriffe

Messbereich

Der Wertebereich der Messgröße, für den die Messabweichung eines Messgeräts innerhalb der vorgegebenen Fehlergrenzen liegen sollen.

Qualitätsmanagement Begriffe

Messbeständigkeit

Fähigkeit eines Messgeräts, seine messtechnischen Merkmale unverändert beizubehalten.

Qualitätsmanagement Begriffe

Messgenauigkeit

Ausmaß der Annäherung des Messergebnisses an den wahren Wert der Messgröße.

Lexikon QM Begriffe M

Die Managementbewertung ist ein Prozessschritt in Managementsystemen bei dem das TOP-Management sich über die Ergebnisse und den Stand sowie über Maßnahmen informiert und ein Statement dazu abgibt.
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Führen und Steuern einer Organisation.

Anmerkung 1: Management kann das Festlegen von Politiken, Zielen, und Prozessen zum Erreichen dieser Ziele umfassen.

Anmerkung 2: Gelegentlich bezieht sich die Bezeichnung „Management“ auf Personen, d. h. eine Person oder eine Personengruppe mit Befugnis und Verantwortung für die Führung und Steuerung einer Organisation. Wird „Management“ in diesem Sinn verwendet, sollte es nicht ohne eine Art von Bestimmungswort verwendet werden, um Verwechslungen mit dem oben definierten Begriff „Management“ zu vermeiden. Beispielsweise ist die Formulierung „Das Management muss …“ abzulehnen, während „Die oberste Leitung (en: top management) muss …“ annehmbar ist.

Andernfalls sollten andere Benennungen eingeführt werden, um den Begriff zu vermitteln, wenn er sich auf Personen bezieht, z. B. leitende Personen oder Manager.

Lenkung und Steuerung der vom Unternehmen für die Einführung und Aufrechterhaltung des QM-Systems bereitzustellenden Mittel, wie Personal, Information, Infrastruktur und Arbeitsumgebung.
Satz zusammenhängender oder sich gegenseitig beeinflussender Elemente einer Organisation, um Politiken, Ziele und Prozesse zum Erreichen dieser Ziele festzulegen.

Anmerkung 1: Ein Managementsystem kann eine oder mehrere Disziplinen behandeln, z. B. Qualitätsmanagement, Finanzmanagement oder Umweltmanagement.

Anmerkung 2: Die Elemente des Managementsystems beinhalten die Struktur der Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten, Planung, Betrieb, Politiken, Praktiken, Regeln, Überzeugungen, Ziele und Prozesse zum Erreichen dieser Ziele.

Anmerkung 3: Der Anwendungsbereich eines Managementsystems kann die ganze Organisation, bestimmte Funktionen der Organisation, bestimmte Bereiche der Organisation oder eine oder mehrere Funktionsbereiche über eine Gruppe von Organisationen hinweg umfassen.

Anmerkung 4: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Messergebnis abzüglich wahrer Wert der Messgröße.
Messgerät, Software, Messnormal, Referenzmaterial oder apparative Hilfsmittel oder eine Kombination davon, wie sie zur Realisierung eines Messprozesses erforderlich sind.
Im Messstellenkonzept hält man die Ergebnisse der Planung des Energiecontrollings und der damit verbundenen Energiedatenerfassung fest. So kann jeder zu jeder Zeit nachvollziehen, welche Messpunkte in welcher Regelmäßigkeit erfasst werden. Dieses Dokument kann wiederum Bestandteil des Energiemanagementhandbuchs werden.
Ergebnis der Auswertung zur Kennzeichnung des Bereiches, innerhalb dessen der wahre Wert einer Messgröße schätzungsweise, im Allgemeinen mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit, liegt.
Grundhaltung in einem Unternehmen, bei der jeder Mitarbeiter als bedeutendes Problemlösungs- und Kreativitätspotenzial betrachtet und entsprechend behandelt wird.

Dem liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die Wertschöpfung im Unternehmen zwar durch den Einsatz technischer Hilfsmittel unterstützt, aber letztlich vom Menschen erbracht und gesteuert wird.

Dokumente, die sinngemäß zu genannten Kapiteln und Anweisungen gehören. Anweisung: Dokument zur Beschreibung von Zuständigkeiten und Abläufen bei i.d.R. abteilungsübergreifenden Tätigkeiten.

Lexikon QM Begriffe N

Maßnahme an einem nichtkonformen Produkt oder einer nichtkonformen Dienstleistung, damit die spezifizierten Anforderungen erfüllt werden.
Audit, das auf Grund umfangreicher Abweichungen erforderlich ist, da die Korrekturen einen längeren Zeitraum zur Behebung in Anspruch nehmen.
Qualitätsrelevantes Dokument, das Nachweise (Aufzeichnungen) hinsichtlich der Durchführung bestimmter Tätigkeiten oder Verfahren beinhaltet.
Eine Nichtkonformität stellt eine Abweichung von einem vorgegebenen Prozess bzw. eine Nichterfüllung von Normanforderungen des Managementsystems dar.
Messverkörperung, Referenz, Messgerät oder Messeinrichtung mit dem Zweck, eine Maßeinheit darzustellen, zu bewahren oder zu reproduzieren, um diese an andere Messgeräte durch Vergleich weiterzugeben.
Gremium, das sich mit der Normung von Produkten, Prozessen oder von Systemen befasst, wie z. B. IEC, ISO, DIN etc.
Das Null-Fehler-Programm wurde von Crosby 1961 entwickelt und zielt auf eine fehlerfreie Produktion ohne Ausschuss und ohne Nacharbeit ab.

Lexikon QM Begriffe O

Person oder Personengruppe, die eine Organisation auf der obersten Ebene führt und steuert.

Anmerkung 1: Die oberste Leitung ist innerhalb der Organisation in der Lage, Verantwortung zu delegieren und Ressourcen bereitzustellen.

Anmerkung 2: Wenn der Anwendungsbereich des Managementsystems nur einen Teil einer Organisation umfasst, bezieht sich „oberste Leitung” auf diejenigen, die diesen Teil führen und steuern.

Anmerkung 3: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Person oder Personengruppe, die eigene Funktionen mit Verantwortlichkeiten, Befugnissen und Beziehungen hat, um ihre Ziele zu erreichen.

Anmerkung 1: Der Begriff Organisation umfasst unter anderem Einzelunternehmer, Gesellschaft, Konzern, Firma, Unternehmen, Behörde, Handelsgesellschaft, Verband, Wohltätigkeitsorganisation, Institution, oder Teile oder eine Kombination der genannten, ob eingetragen oder nicht, öffentlich oder privat.

Anmerkung 2: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Sie gibt Auskunft über die innerbetriebliche Abwicklung und Erfüllung von Aufgaben, insbesondere in den indirekten Bereichen (über das QM-System hinaus) und beim Management.
Im Rahmen von Lean Management versuchen Unternehmen durch Outsourcing (Ausgliedern oder Zukauf von Leistungen), sich auf ihre Kernprozesse zu konzentrieren.

Dadurch werden bisher hausinterne Serviceleistungen an Dienstleister vergeben. Vielfach wird der Dienstleister dabei zur „verlängerten Werkbank“.

Qualitätsmanagement Begriffe

Pareto Analyse

Untersuchungsmethode, bei der alle eine betrachtete Situation beeinflussenden Faktoren in der Reihe ihres relativen Einflusses im sog. Paretodiagramm angeordnet werden mit dem Ziel, eine detaillierte Untersuchung auf die Hauptfaktoren konzentrieren zu können.

Qualitätsmanagement Begriffe

Produkthaftung

Produkthaftung ist allgemein die Verpflichtung zum Ersatz eines durch ein fehlerhaftes Produkt entstandenen Schadens an sonstigen Rechtsgütern Dritter.

Qualitätsmanagement Begriffe

Prüflos

Teilmenge eines Produkts aus einheitlicher Herstellung, das zu einem Zeitpunkt als Ganzes zu einer Qualitätsprüfung vorgestellt wird.

Qualitätsmanagement Begriffe

Prüfstatus

Aussage darüber, ob eine planmäßige Qualitätsprüfung vorgenommen wurde und ob die betreffenden Forderungen erfüllt wurden oder nicht.

Lexikon QM Begriffe P

Der PDCA-Zyklus ist ein Begriff aus dem Bereich der Managementsysteme.

Er beschreibt die kontinuierliche Verbesserung anhand vier wiederkehrender allgemeiner Prozessschritte: Plan – Do – Check – Act (Planen – Ausführen – Kontrollieren – Anpassen).

Japanisch, poka = Fehler, yoke = Vermeidung.
Eine der wichtigsten Methoden der Null-Fehler-Philosophie. Ziel ist die Vermeidung zufälliger Fehler durch menschliche Fehlhandlungen.

Absichten und Ausrichtung einer Organisation, wie von der obersten Leitung formell ausgedrückt.

Anmerkung 1: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Das Produktaudit dient zur Beurteilung der Produktqualität. Dabei werden die Übereinstimmung der Produktqualität mit den
vorgegebenen Kundenanforderungen, technischen Spezifikationen, den Prüf- und Fertigungsunterlagen sowie die Wirksamkeit, die Zweckmäßigkeit und die Konsistenz der Unterlagen beurteilt. Das Produktaudit geht also über eine Prüfung der Produktqualität erheblich hinaus und bezieht betroffene Systemelemente mit ein.
Geordneter und gelenkter Prozess. Eine Organisation muss die zur Ausführung des geforderten Produkts notwendigen Prozesse, ihre Abfolge und die Wechselwirkungen ermitteln, planen und einführen.

Sie muss sicherstellen, dass diese Prozesse unter beherrschten Bedingungen ablaufen und Ergebnisse hervorbringen, die die Forderungen des Kunden erfüllen.

Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gesteuerten Tätigkeiten besteht.

Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gesteuerten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Beschränkungen bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt.

Anmerkung 1: Bei einigen Projekten werden während des Projektverlaufs die Ziele und der Anwendungsbereich aktualisiert und die Produkt- oder Dienstleistungsmerkmale fortschreitend entsprechend festgelegt.

Anmerkung 2: Die Organisation des Projekts ist üblicherweise vorübergehend und besteht nur für die Lebensdauer des Projekts.

Planen, Organisieren, Überwachen, Steuern und Berichten aller Aspekte eines Projekts und die Motivation aller daran Beteiligten, die Ziele des Projekts zu erreichen.
Satz zusammenhängender oder sich gegenseitig beeinflussender Tätigkeiten,

der Eingaben zum Erzielen eines vorgesehenen Ergebnisses verwendet.

Anmerkung 1: Ob das „vorgesehene Ergebnis“ eines Prozesses Ergebnis, Produkt oder Dienstleistung genannt wird, ist abhängig vom Bezugskontext.

Anmerkung 2: Eingaben für einen Prozess sind üblicherweise Ergebnisse anderer Prozesse und Ergebnisse aus einem Prozess sind üblicherweise Eingaben für andere Prozesse.

Anmerkung 3: Zwei oder mehr zusammenhängende und sich gegenseitig beeinflussende, aufeinanderfolgende Prozesse können auch als ein Prozess bezeichnet werden.

Anmerkung 4: Prozesse in einer Organisation werden üblicherweise geplant und unter beherrschten Bedingungen durchgeführt, um einen Mehrwert zu schaffen.

Anmerkung 5: Ein Prozess, bei dem die Konformität des dabei erzeugten Ergebnisses nicht ohne weiteres oder in wirtschaftlicher Weise validiert werden kann, wird häufig als „spezieller Prozess“ bezeichnet.

Anmerkung 6: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Ein Prozessaudit betrachtet die einzelnen Prozesse eines Gesamtsystems hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit,
ihrer Übereinstimmung mit festgelegten Forderungen, wie Produktionslenkungsplan und Arbeitsanweisungen, ihrer Erreichung der Qualitätsziele sowie der Einhaltung festgelegter Forderungen an die Prozessfähigkeit/-leistung. Das Denken in Prozessen fördert die Integration verschiedener Themenfelder. Im Zuge der Prozessorientierung in der Organisation gewinnt das Prozessaudit an Bedeutung.
Qualitätsfähigkeit eines Prozesses.
Prozessmanagement und auch Prozess-Engineering sind Methoden, mit deren Hilfe Geschäftsprozesse in einen Zustand der Effektivität, Kontrollierbarkeit und Steuerbarkeit, Effizienz und Anpassbarkeit überführt und gehalten werden.

Der Begriff Prozessmanagement beinhaltet als wesentliche Elemente die Kontrolle und Steuerung, aber auch die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins.

Grundhaltung in einem Unternehmen, die das gesamte betriebliche Handeln als Kombination von Prozessen betrachtet.

Ziel ist die Steigerung von Qualität und Produktivität im Unternehmen durch eine ständige Verbesserung der Prozesse. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Ausrichtung auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden sowie die Einbeziehung aller Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen.

Prüfanweisungen umfassen Anweisungen, wie im Unternehmen Prüfungen umgesetzt werden sollen.

Die Darlegung der verwendeten Prüfmittel zur Erreichung der Konformität des Produktes wie Auswahl, Lenkung, Überwachung und Instandhaltung von Prüfmitteln zur Sicherstellung
einwandfreier Prüfergebnisse.

Prüfanweisungen umfassen Anweisungen, wie im Unternehmen Prüfungen umgesetzt werden sollen.

Meist handelt es sich um komprimierte Ableitungen aus DIN Vorschriften. Sie erstrecken sich nicht nur auf die Beschreibung der Prüftätigkeit, sondern auch auf die einzusetzenden Mess- und Prüfmittel.

Festlegung der Prüfmerkmale für die Qualitätsprüfung und die Prüfverfahren.
Begriffe A – D
Begriffe E – H
Begriffe I – L
Begriffe M – P
Begriffe Q – T
Begriffe U – Z

„Die Japaner haben eine raffinierte Art, ihren Stahl in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. Sie malen ihn an, stellen ihn auf vier Räder und nennen das ganze Auto.“

Henry Ford (1863-1947)