Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätsmanagement Begriffe

Der Begriff Qualitätsmanagement umfasst die Planung, Überwachung, Steuerung und das Überwachen eines Qualitätsprozesses und die Ergebnisse des Prozesses. Gutes Qualitätsmanagement soll darauf hinauszielen, Kunden näher an das Unternehmen zu binden sowie sich Marktanteile dauerhaft zu sichern und wirtschaftlich zu handeln. Unter der Bezeichnung werden alle Maßnahmen organisatorischer Art verstanden, die die Prozessqualität verbessert. Unser QM-Lexikon erläutert Fachbegriffe rund um das Thema Qualitätsmanagement insbesondere bzgl. der ISO 9001 und 50001 fundiert und selbsterklärend.

Lexikon Begriffe A

Die Organisation muss die Abläufe ermitteln und planen, die im Zusammenhang mit den wesentlichen Energieaspekten stehen und welche die Übereinstimmung mit der Energiepolitik sowie den strategischen und operativen Zielen sicherstellen.

Aufzeichnung über eine von einem Auditor bei einem Audit festgestellte Abweichung. Man unterscheidet zwischen kritischen und nichtkritischen Abweichungen. Bei kritischen Abweichungen sind bis zum vereinbarten Termin die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten. Nichtkritische Abweichungen sind bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu beheben.

Der Aktionsplan ist eine Übersicht aller operativen Energieziele, die zur Erfüllung der Energiepolitik aufgenommen, geprüft und geplant werden.

Damit die strategischen und operativen Energieziele im Unternehmen erreicht werden können, sollten sog. Aktionspläne (Energieprogramme) erstellt werden. Diese beinhalten die Angaben, wie die energetischen Ziele im Unternehmen konkret erreicht und welche Maßnahmen durchgeführt werden. Aus den Aktionsplänen sollte also Folgendes hervorgehen:

  • wie die Energieeffizienz verbessert werden kann
  • welche Aufgaben/Maßnahmen dafür im Unternehmen erfüllt werden müssen
  • welche Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahmen im Unternehmen vorhanden sind (Personal, finanzielle Mittel etc.)
  • welche Priorität die einzelnen Maßnahmen haben
  • in welchem Zeitrahmen die Maßnahme umgesetzt und damit das Ziel erreicht werden soll
  • wer für die Umsetzung der Maßnahme verantwortlich ist
  • wer die Umsetzung der Maßnahme überwacht (Abfrage des Status)

Strategisches Ziel = Einsparung von Elektroenergie um 20% in den nächsten 3 Jahren
Operatives Ziel = Einsparung von Elektroenergie um ca. 250.000 kWh

Akkreditierung bedeutet, dass die Gesellschaft, die Energiemanagementsysteme in den Unternehmen zertifiziert, von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) bezüglich der Einhaltung fester Regelungen überwacht wird.
Die Amortisationszeiten sind Bestandteil einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und stellen den Zeitraum dar in dem sich eine Investition rentiert. Sollen Energieeffizienzmaßnahmen bewertet werden, so kann über die Amortisationszeiten herausgestellt werden, ab welchem Zeitpunkt die Einsparungen die Investitionen decken. In der Regel bietet jeder Lieferant zu seinem Produkt oder zu seiner Dienstleistung eine Amortisationsrechnung an.

Organisation, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellt (z.B. Hersteller, Vertriebseinrichtung, Einzelhändler oder Verkäufer eines Produkts oder einer Dienstleistung).

Anmerkung 1: Ein Anbieter kann der Organisation angehören oder ein Außenstehender sein.
Anmerkung 2: In einer Vertragssituation wird ein Anbieter manchmal als „Auftragnehmer“ bezeichnet.

Umfang der Aktivitäten, Anlagen/Standorte und Entscheidungen, welche die Organisation durch ein Managementsystem erfasst, welches mehrere Grenzen umfassen kann.

Anmerkung 1: Der Anwendungsbereich eines Managementsystems kann die ganze Organisation, bestimmte Funktionen der Organisation, bestimmte Bereiche der Organisation oder eine oder mehrere Funktionsbereiche über eine Gruppe von Organisationen hinweg umfassen.
Anmerkung 2: Der Anwendungsbereich kann Energie bezüglich Transport einschließen.

International genormtes Stichprobensystem. Die annehmbare Qualitätsgrenzlage beschreibt bei einer Annahmen-Stichprobenprüfung die obere Grenze einer zufriedenstellenden mittleren Qualitätslage.
Anweisungen, die entweder einen einzelnen oder gleichartige Arbeitsplätze (In manchen Unternehmen auch Tätigkeiten = Tätigkeitsbeschreibung) beschreiben.
Ein Audit ist ein unabhängiger, systematischer und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Nachweisen und deren objektiver Auswertung.

Das Audit, durchgeführt von einem Auditor oder einem Auditteam, dient der Ermittlung, inwieweit das Energiemanagementsystem die von der Organisation festgelegten Ziele und die normativen Kriterien z.B. der DIN EN ISO 50001 erfüllt.

Auditoren sind fachlich qualifizierte Personen, die Audits neutral und objektiv gemäß der vorgegebenen Anforderungen durchführen.
Der verantwortliche Auditor wird auch Auditleiter genannt – die Auditoren bilden meist ein sogenanntes Auditteam aus 2 Personen.

Die Auditbezugsbasis sind diejenigen Festlegungen, die sich hinsichtlich der Unternehmensstrategie, Kundenanforderungen, Normen etc. für das QM-System ergeben.

Ergebnisse der Beurteilung der zusammengestellten Auditnachweise gegen die Auditkriterien.
Ein Audit ist ein unabhängiger, systematischer und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Nachweisen und deren objektiver Auswertung.
Kriterien, die für ein Audit herangezogen werden. Auditkriterien sind z.B. Verfahren oder Anforderungen die als Referenzen herangezogen werden.
Auditor, der aufgrund eines Befähigungsnachweises zur Leitung eines Audits berechtigt ist.
Aufzeichnungen oder Tatsachenfeststellungen, die für die Auditkriterien zutreffen und verifizierbar sind.
Satz von einem oder mehreren Audits, die für einen bestimmten Zeitraum geplant werden und auf einen spezifischen Zweck ausgerichtet sind.
Vom Management erstellte Beschreibung der Festlegungen im Unternehmen zu Unter- und Überstellungsverhältnissen der Beschäftigten.
Die übliche Darstellungsform der Aufbauorganisation ist das Organigramm.
Quantitative Angabe zur Fähigkeit einer Anzeigeeinrichtung, zwischen unmittelbar nebeneinander liegenden Messwerten eindeutig zu unterscheiden.
Eine Person oder Organisation, die einen Auftrag erteilt.
Dokument, welches das erreichte Ergebnis angibt oder einen Nachweis ausgeführter Tätigkeiten bereitstellt (z.B. Prüfprotokolle, Auditberichte, Entwicklungs- und Versuchsberichte, Schulungsnachweise).

Anmerkung 1: Aufzeichnungen können beispielsweise angewendet werden zur Darlegung von Rückverfolgbarkeit und zum Nachweis von Verifizierung, Vorbeugungsmaßnahmen und Korrekturmaßnahmen.
Anmerkung 2: Aufzeichnungen bedürfen üblicherweise nicht einer Überwachung durch Revision.

Beendigung der Funktionsfähigkeit einer Einheit (Bauteil) bei zugelassenen Betriebsbedingungen.

Lexikon Begriffe B

Der Begriff bindende Verpflichtungen umfasst im Sinne der novellierten ISO Normen rechtliche Verpflichtungen, sowie andere Verpflichtungen von Behörden, staatlichen Institutionen, Gesetzen, Urteilen oder Aufsichtsbehörden.

Darüber hinausgehend können bindende Verpflichtungen auch Anforderungen interessierter Parteien sein wie z.B. Behörden, Kunden, oder freiwillige Umweltverpflichtungen. Dokumentiert werden diese bindenden Verpflichtungen im Rechtskataster.

Beim Benchmarking geht es im Grundsatz darum, gleichartige Dinge wie beispielsweise Verfahren, Organisationen, Dienstleistungen oder auch Energieleistungskennzahlen miteinander zu vergleichen.

Dieser Vergleich bezieht sich auf als geeignet erachtete Referenzwerte und erfolgt systematisch und streng zielorientiert. In der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 wird die Definition und Festlegung von Kennzahlen und deren Vergleich gefordert. Diese Zahlen können über Benchmarking verglichen werden.

Das Ziel des Energieeffizienz-Benchmarkings ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und Optimierungsmaßnahmen abzuleiten, um Energieeffizienzsteigerungen im Unternehmen zu erreichen. Diese Verbesserungen können zum einen auf der Basis von festgestellten Best-Practice-Fällen (kurzfristig), zum anderen durch einen kontinuierlichen Lernprozess im Unternehmen (mittel- bis langfristig) erreicht werden.

Dieses komplexe Managementwerkzeug muss im Rahmen des Energiemanagementsystems richtig eingesetzt werden, nur so kann Benchmarking zu einem kontinuierlichen Vergleichssystem werden.

Alle Unterlagen mit Angaben zur Sicherstellung der geforderten Qualität der Zulieferungen.

Das ehemalige Kapitel 4.6 „Überprüfung” der ISO 50001:2011 wurde in das neue Kapitel 9 ”Bewertung der Leistung” überführt.
Dieses Kapitel fordert: Die Organisation hat festzulegen, was zu überwachen und zu messen ist (auf jeden Fall, ob rechtliche Vorschriften beachtet wurden), welche Methoden anzuwenden sind, wann zu überwachen und zu messen ist und wann die Ergebnisse der Überwachung und Messung zu analysieren und zu bewerten sind. Die Norm beschreibt hier auch die Anforderungen an die Managementbewertung und an interne Audits.

Mitarbeiter sind nur dann motiviert, wenn sie ihren Beitrag zum Energiemanagement kennen.
Daher fordert die ISO 50001:2018, dass sich alle für das Energiemanagementsystem relevanten Personen der Energiepolitik, der Energieziele, ihres Beitrags zur Wirksamkeit des EnMS und die Folgen einer Nichterfüllung der Anforderungen bewusst sind. Das Bewusstsein der Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für effektives Energiemanagement.
Normal von der höchsten an einem betrachteten Ort verfügbaren Genauigkeit, mit den vorgenommenen Messungen verglichen werden zu können.

Lexikon Begriffe D

Das Ausmaß, in dem Nachweise geführt werden, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, dass (vom Kunden) spezifizierte Forderungen erfüllt werden.
Amerikanischer Qualitätsexperte, der sehr viel Erfolg in Japan hatte (Qualitätspreis in Japan).

Er lieferte Denkansätze für Kaizen, z. B. durch Kundenorientierung, Wertschöpfungsorientierung, Mitarbeiterorientierung, Qualitätsorientierung, Prozessorientierung und Problemorientierung.

Siehe PDCA-Zyklus.
Qualität kann kein singuläres Element innerhalb der Unternehmensstrategie sein, sondern muss als umfassendes Konzept definiert werden.
Alle Aktivitäten sind darauf auszurichten, den Kunden innerhalb und außerhalb des Unternehmens zufrieden zu stellen. Dies begründet die Verknüpfung von kostenbewusstem unternehmerischem Handeln mit Qualitätsmaßnahmen.

Deming hat diese Verknüpfungen in seiner Reaktionskette dargestellt. Sie besteht aus folgenden Gliedern: Verbesserte Qualität, verbesserte Produktivität, sinkende Kosten, wettbewerbsfähige Preise, sichere Marktanteile, Festigung des Unternehmens, sichere Arbeitsplätze und Return on Investment.

Design ist der Sammelbegriff für Entwicklung und Konstruktion.
Änderung der Entwicklung aufgrund neuer Kundenvorgaben.
= Entwicklungsergebnisse.
Vorbereitung aller Maßnahmen, die für den gesamten Prozess der Entwicklung und Konstruktion notwendig sind.
Dokumentierte, umfassende und systematische Untersuchung einer Entwicklung sowie alle Teilergebnisse zwecks Überprüfung der Qualitätsanforderungen (Pflichtenheft).
Prüfung der Entwicklungsergebnisse unter speziellen Bedingungen für einen besonderen Anwendungsfall.
Prüfung der Entwicklungsergebnisse auf Erfüllung der spezifizierten Vorgaben.
Ergebnis einer Organisation mit mindestens einer Tätigkeit, die notwendigerweise zwischen der Organisation und dem Kunden ausgeführt wird.
Die DIN ISO 50001 (DIN EN ISO 50001:2018) stellt eine internationale Norm für Energiemanagementsysteme dar.

Darin enthalten sind die Vorgaben und Anforderungen, die an Energiemanagementsysteme gestellt werden. Am 21.08.2018 veröffentlichte die ISO wie geplant die neue ISO 50001:2018 für Energiemanagementsysteme.

Die Umstellungsfrist beträgt drei Jahre, nach dem 21.8.2021 laufen also alle Zertifikate nach der ISO 50001:2011 ab. Durch die Umstellung ISO 50001 auf die High-Level-Structure wird die Integration unterschiedlicher Managementsysteme erleichtert (gleiche Struktur mit Qualitätsmanagement nach ISO 9001 oder Umweltschutz nach ISO 14001).

Tätigkeit, die das systematische Sammeln und Auswählen, das formale Erfassen,
inhaltliche Auswerten und Speichern von Dokumenten oder Qualitätsaufzeichnungen umfasst, um sie bei Bedarf rasch und treffsicher auffinden zu können. Auch: Sammlung der zu einem Sachgebiet gehörigen Einzeldokumente.

Der Begriff dokumentierte Information beinhaltet in der DIN ISO 9001, DIN ISO 50001 und der DIN ISO 14001 als Sammelbegriff die dokumentierten Verfahren und Aufzeichnungen.

Dokumentierte Informationen umfassen z.B. Vorgabedokumente wie Handbücher, Verfahrensanweisungen, Prozessbeschreibungen, Nachweisdokumente wie Aufzeichnungen von Schulungen und Energieteamsitzungen etc. Mehr zum Thema in unserem Blogbeitrag.

Start der eigentlichen Begutachtung im Zertifizierungsprozess.

Der Auditor prüft, ob die vom Auftraggeber erstellte Dokumentation den Normforderungen entspricht. Das Ergebnis wird in einem Bericht über die Prüfung der Unterlagen dargelegt.

Tätigkeiten hinsichtlich der Erstellung, Prüfung, Freigabe, Änderung und Verteilung von Dokumenten sowie der Einziehung alter Unterlagen.

Lexikon Begriffe E

Verhältnis zwischen dem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen.
Zum Schutz der Verbraucher und Bezieher messbarer Leistungen werden Messgeräte, die zur Erfassung oder Verrechnung im geschäftlichen Verkehr benutzt werden, insbesondere durch das Eichgesetz behandelt.

Sie werden durch die PTB (Physikalisch-Technischen Bundesanstalt) einer Bauartprüfung unterzogen und in regelmäßig festgelegten Abständen überprüft.

Die Eichung der Messgeräte ist also eine Art Beglaubigung ihrer Genauigkeit. Auch: Qualitätsprüfung einer Messeinrichtung in Bezug auf die Forderungen der Eichvorschrift und bei Erfüllung dieser Forderungen deren diesbezügliche Kennzeichnung.

Annahmeprüfung an einem zugelieferten Produkt.
Letzte Qualitätsprüfung vor Übergabe der Einheit an den Abnehmer. Dokumentation über z.B. Qualitätsprüfzeugnisse.
Die energetische Ausgangbasis ist eine Bezugsgröße im Energiemanagement und stellt den Start- bzw. Basispunkt für Energieanalysen dar.

Zur Betrachtung der Entwicklung (Trend) der Energieeffizienz dient die Ausgansbasis als Vergleichsgröße. Die energetische Ausgangsbasis bezieht sich meist auf ein Jahr.

Anmerkung 1: Eine energetische Ausgangsbasis bezieht sich auf einen festgelegten Zeitraum.

Anmerkung 2: Eine energetische Ausgangsbasis kann durch Variablen normiert werden, die einen Einfluss auf den Energieeinsatz und/oder den Energieverbrauch, wie z. B. Höhe der Produktion, Tagestemperaturen, usw., haben.

Anmerkung 3: Die energetische Ausgangsbasis wird auch genutzt für die Berechnung von Energieeinsparungen, als Referenz vor und nach der Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Leistung.

Die energetische Bewertung stellt eine detaillierte Energieanalyse der Verbraucherstruktur eines Unternehmens mit der Priorisierung von Prozessen und Anlagen für die weitere Maßnahmenplanung dar.

Anmerkung: In anderen regionalen oder nationalen Normen wurden Konzepte, wie z. B. Identifizierung und Überprüfung von Energieaspekten, in das Konzept der energetischen Bewertung aufgenommen.

Elektrizität, Brennstoffe, Dampf, Wärme, Druckluft und vergleichbare Medien.

Anmerkung 1: Für die Zwecke dieser Norm bezieht sich der Begriff Energie auf verschiedene Formen von Energie, einschließlich erneuerbaren Energien, wie sie käuflich erworben, gespeichert, aufbereitet, in Einrichtungen und Prozessen verwendet, oder zurückgewonnen werden kann.

Anmerkung 2: Energie kann definiert werden als die Fähigkeit eines Systems, eine externe Aktivität oder Arbeit zu verrichten.

Die Amortisationszeiten sind Bestandteil einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und stellen den Zeitraum dar in dem sich eine Investition rentiert.
Sollen Energieeffizienzmaßnahmen bewertet werden, so kann über die Amortisationszeiten herausgestellt werden, ab welchem Zeitpunkt die Einsparungen die Investitionen decken. In der Regel bietet jeder Lieferant zu seinem Produkt oder zu seiner Dienstleistung eine Amortisationsrechnung an.
Energieaudits stellen die objektive Überprüfung von Prozessen, Systemen und Bereichen anhand bestimmter Vorgaben und Anforderungen (z.B. Normvorgaben der ISO 50001) dar.

Unterschieden wird zwischen internen und externen Audits durch eine Zertifizierungsgesellschaft (TÜV oder DGQ etc.). Energieaudits werden in der europäischen Norm 16247-1 definiert und stellen die systematische Analyse von Energieverbräuchen, -einsätzen, -effizienzpotenzialen bis hin zur Vorstellung von konkreten Maßnahmen dar.

Im Energiebericht werden die Ergebnisse der Energiedatenanalyse zusammengefasst und dokumentiert.

In fortlaufenden Energieberichten zeigt sich die Entwicklung des Energiemanagementsystems in einem Unternehmen. Außerdem kann der Energiebericht dazu genutzt werden, um Mitarbeiter regelmäßig über den Stand des Energiemanagementsystems im Unternehmen zu informieren.

Die energiebezogene Leistung (auch energetische Leistung) ist ein Maß für die Leistung eines Unternehmens energieeffizient zu sein.

Dieses stellt sich in Form von nachvollziehbaren, messbaren Ergebnissen im Bereich des Energieverbrauches und der Energieeffizienz dar.

Anmerkung 1: Im Zusammenhang mit Energiemanagementsystemen können Ergebnisse an der Energiepolitik, den strategischen und operativen Energiezielen der Organisation und weiteren energiebezogenen Leistungsanforderungen gemessen werden.

Anmerkung 2: Die energiebezogene Leistung ist eine Komponente der Leistung des Energiemanagementsystems.

Das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) stellt die Umsetzung der Europäischen Energieeffizienzrichtlinie in deutsches Recht dar und
verpflichtet die meisten Nicht-KMU zur Durchführung eines Energieaudits, der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001 oder den Nachweis eines Europäisches Umweltmanagements nach EMAS.
Effizienz ist das Bestreben einen bestimmten Nutzen mit dem geringstmöglichen Aufwand zu erzielen.

Energieeffizienz im Sinne der ISO 50001 ist der Betrieb von Anlagen und Prozessen unter möglichst geringem Energieeinsatz bei möglichst hohem Output. Beispiel: Effizienz einer Umwandlung; benötigte Energie/eingesetzte Energie; Einsatz/Ertrag; theoretisch/tatsächlich für den Betrieb genutzte Energie.

Anmerkung: Sowohl Einsatz als auch Ertrag müssen quantitativ und qualitativ klar spezifiziert und messbar sein.

Unter einer Energieeffizienzanalyse versteht man die Untersuchung von energieverbrauchenden Bereichen (z.B. Standorten, Anlagen, Prozessen) im Hinblick auf Energieeffizienzpotenziale und Einsparmöglichkeiten.
Das Energieeffizienzpotenzial ist ein qualitatives oder quantitatives Maß zur Abschätzung einer möglichen Energieeinsparung.
Der Energieeinsatz stellt den Energieverbrauch bezogen auf die Verbraucher dar und zeigt wofür, wie viel Energie eingesetzt wird.

Der wesentliche Energieeinsatz beschränkt diese Darstellung auf die größeren Verbraucher bzw. auf die Anlagen mit den größten Effizienzpotenzialen (Energieeffizienz).

(EnPI=Energy Performance Indicators)

Energieleistungskennzahlen sind quantitative Größen, die in der Energieplanung gebildet werden.

Nach Angaben der DIN EN ISO 50001 muss ein Unternehmen im Rahmen des Energiemanagementsystems geeignete Kennzahlen ermitteln um Vergleiche vornehmen zu können – entweder mit sich selber oder mit anderen Unternehmen.

In der Praxis ist vor allem der spezifische Energieverbrauch die häufigste Kennzahl. Diese Energieleistungskennzahlen (engl. energy performance indicator – EnPI) müssen zur Überwachung und Messung der sog. energiebezogenen Leistung herangezogen werden. Das bedeutet, die Kennzahlen müssen regelmäßig erfasst, überprüft und mit der energetischen Ausgangsbasis verglichen werden.

Auf Basis dieses Vergleichs können anschließend Schlussfolgerungen abgeleitet und so Maßnahmen initiiert werden, die zu einer Verbesserung der energiebezogenen Leistung führen. Der Kennzahlenvergleich gilt somit als eines der wichtigsten Steuerungsinstrumente im Energiemanagementsystem.

Das Energiemanagement stellt im einfachsten Sinne die Planung und den Betrieb von allen energieerzeugenden und energieverbrauchenden Anlagen in einem Unternehmen dar.

Wichtige Aspekte beim Energiemanagement sind Energieeffizienz, Klimaschutz und Ressourcenschonung. Ein Energiemanagement umfasst die Summe aller Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um bei geforderter Leistung einen minimalen Energieeinsatz sicherzustellen.

Das Energiemanagement nimmt Einfluss auf organisatorische und technische Abläufe sowie Verhaltensweisen, um unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten den betrieblichen Gesamtenergieverbrauch (also auch die für die Produktion erforderliche Energie) und den Verbrauch von Grund- und Zusatzstoffen zu senken und kontinuierlich die Energieeffizienz im Unternehmen zu verbessern.

Ein Energiemanagementsystem (EnMS) dient der systematischen Erfassung der Energieströme und als Basis zur Entscheidung für Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Ein funktionierendes EnMS versetzt ein Unternehmen in die Lage, die in der Energiepolitik eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten und seine energetische Leistung durch einen syste-matischen Ansatz kontinuierlich zu verbessern.
Ein EnMS beinhaltet alle Elemente einer Organisation, die zur Erstellung einer Energiepolitik, der Festlegung der strategischen Ziele und der Erreichung dieser Ziele nötig sind.

Es umfasst damit die zur Verwirklichung des Energiemanagements erforderlichen Organisations- und Informationsstrukturen einschließlich der hierzu benötigten Hilfsmittel. Durch ein EnMS werden die Energiepolitik (einschließlich der strategischen und operativen Ziele und der Aktionspläne), die Planung, Einführung und das Betreiben, das Überwachen und Messen, die Kontrolle und Korrektur, interne Audits sowie eine regelmäßige Überprüfung durch das Management gestaltet und ausgeführt.

Das Energiemanagementteam unterstützt den Energiemanagementbeauftragten bei der Umsetzung und Pflege des Energiemanagementsystems.

Anmerkung: Größe und Art der Organisation sowie die verfügbaren Ressourcen entscheiden über die Größe des Teams. Das Team kann eine einzige Person, z. B. der Beauftragte des Managements, sein.

Die Energieplanung oder auch energetische Planung stellt einen Planungsprozess dar, der die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz zum Ziel hat und im Einklang mit der Unternehmenspolitik steht.

Bestandteile der Energieplanung sind z.B. die Überprüfung der Einhaltung rechtlicher Vorgaben, die Definition von Energiezielen und die Planung und Durchführung der Energieanalyse.

Die Energiepolitik stellt die Erklärung des Top-Managements zur kontinuierlichen Verbesserung und weiteren übergeordneten Absichten hinsichtlich der energiebezogenen Leistung dar.
Sie ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Energiemanagementsystems. Eine gut aufgebaute Energiepolitik beschreibt im ersten Teil, was Sie erreichen wollen und wozu sich das Unternehmen verpflichtet und im zweiten Teil, wie Sie die Ziele und Maßnahmen umsetzen wollen. Die Energiepolitik sollte den Mitarbeitern bekannt gegeben werden. Die Energiepolitik ist ein wichtiger Teil der Schulungsmaßnahme und als Anlage diesem Musterhandbuch Energiemanagement beigefügt.

Kurz gesagt: Das Top-Management muss eine Energiepolitik für die Organisation festlegen, einführen und aufrechterhalten. Diese Energiepolitik muss die Verpflichtung der Organisation zur Erreichung einer verbesserten energetischen Leistung darlegen.

Anmerkung: Die Energiepolitik bildet einen Rahmen für Maßnahmen, sowie die Aufstellung strategischer und operativer Energieziele

Das Energierecht umfasst alle Gesetze, Verordnungen und Normen des Bereiches Energie, die für das Unternehmen relevant sind.
Das Rechtskataster ist eine Übersicht aller für ein Unternehmen relevanten Gesetze, Verordnungen und Normen des Bereiches Energie. Es muss regelmäßig aktualisiert und bewertet werden.
Es müssen jegliche Veränderungen im Unternehmen, die eine Auswirkung auf den wesentlichen Energieeinsatz haben, bewertet werden.

Zudem soll das Unternehmen Kriterien für den Energieeinsatz, den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienz geplanter Produkte, Einrichtungen und Dienstleistungen einführen und verwirklichen.

So soll sichergestellt werden, dass Investitionen in neue oder zu verändernde Anlagen nicht nur kostengünstig, sondern insbesondere energieeffizient sind. Zertifizierte Lieferanten sollten bei der Lieferantenauswahl bevorzugt werden.

Das Energiesteuergesetz regelt im Wesentlichen die Besteuerung von Energieträgern wie Öl, Gas, Kraftstoffe, Biogase, Flüssiggase und Kohle.
Der Energieverbrauch stellt (im Sinne der ISO 50001) die Gesamtheit aller vom Unternehmen umgesetzten Energieträger dar.

Der Gesamtenergieverbrauch = die gesamte Menge der Energie und der Energieträger, die in dem Unternehmen, auf das sich die Nachweisführung in einem bestimmten Zeitraum bezieht, eingesetzt worden sind.

Als Energieträger werden Stoffe/Materialien bezeichnet, welche nutzbare/umwandelbare Energie beinhalten.
Die Energieziele stellen die strategischen und operativen Ziele eines Unternehmens im Bereich Energie dar.
Satz von Prozessen, die Anforderungen in festgelegte Merkmale (Produktspezifikationen) umwandelt.
Aufzeichnungen, die vom Lieferanten oder anderen Stellen außerhalb des Unternehmens erstellt werden und zur internen Nachweisführung genutzt werden (z. B. Abnahmeprüfzeugnis, Prüfzertifikate).

Die Organisation muss entscheiden, ob sie über ihr Energiemanagementsystem und ihre energetische Leistung extern kommunizieren will. Wenn die Entscheidung zugunsten einer externen Kommunikation fällt, muss die Organisation einen Plan für die externe Kommunikation einführen, verwirklichen und dokumentieren.

Lexikon Begriffe F

Eignung einer Organisation oder eines Prozesses zur Realisierung der Anforderungen an einem Produkt oder einer Dienstleistung.
Nichterfüllung einer Anforderung.
Die Benennung bzw. die Art der Abweichung von der Forderung.
Maßnahme zur Beseitigung eines erkannten Fehlers.
Einstufung möglicher Fehler in definierte Fehlerklassen.
Benennung der örtlichen Lage eines Fehlers an der Betrachtungseinheit.
Grund für den an der Betrachtungseinheit festgestellten Fehler.

Methode für die Untersuchung möglicher Fehler und Risiken einer betrachteten Einheit sowie die Feststellung der zu erwartenden Folgen dieser Fehler für die anderen Elemente und die Funktion der betrachteten Einheit. Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen die potenziellen Risiken zu minimieren.

Maßnahme zur Verwirklichung einer Korrekturmaßnahme, die sich z. B. aus vorausgegangenen Qualitätsaudits ergibt.
Im Rahmen der Förderung von Energieeffizienz und einer nachhaltigen Energieversorgung gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen aus
den unterschiedlichsten Programminitiativen, sei es von der EU, dem Bund, den Ländern, Kommunen oder auch verschiedenen Energieversorgern.
Wiederkehrende Tätigkeit zum Steigern der Leistung.

Anmerkung 1: Der Prozess zum Festlegen von Zielen und Herausfinden von Chancen zur Verbesserung stellt aufgrund der Nutzung von Auditfeststellungen und Auditschlussfolgerungen, der Auswertung von Daten, Managementbewertungen, Überprüfung oder anderen Maßnahmen einen fortlaufenden Prozess dar und führt zu Korrekturmaßnahmen oder Vorbeugungsmaßnahmen.

Anmerkung 2: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Erlaubnis, zur nächsten Stufe eines Prozesses oder zum nächsten Prozess überzugehen.
Gemäß der Revision der ISO 50001 trägt die oberste Leitung die Gesamtverantwortung für das Energiemanagementsystem und
hat dafür Führung und Verpflichtung zu zeigen. Dies umfasst u.a. die Rechenschaftspflicht für die Wirksamkeit des EnMS, die Integration von Energiemanagement-Anforderungen in die Geschäftsprozesse, die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen, die Anleitung und Unterstützung von Personen und Führungskräften sowie die Förderung von Verbesserungen.

Lexikon Begriffe G

Normal, das unmittelbar mit dem Bezugsnormal kalibriert ist und routinemäßig benutzt wird, um Mess- und Prüfmittel zu kalibrieren.
Mit Gemba bezeichnet man den Arbeitsplatz als den Ort, an dem wertschöpfende Prozesse innerhalb einer Organisation stattfinden und an dem Probleme auftreten.

Gemba (Japanisch = Ort des Geschehens) wird oft in Verbindung mit Kaizen angesprochen.

Qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung von ermittelten Ergebnissen an den Bezugswert.

Lexikon Begriffe H

Hazard Analysis and Critical Control Points = Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte.

Diese Risikomethode ist in der lebensmittelverarbeitenden Industrie besonders verbreitet, da dort in vielen Bereichen eine sichere Endkontrolle nicht möglich ist. Das HACCP-Konzept wird als Kontrollinstrument benutzt um kritische Punkte eines Prozesses sichtbar zu machen.

Diese kritischen Punkte müssen durch festgelegte Kontrollmechanismen abgeprüft werden. Die Hauptansatzpunkte sind die Ausgangsmaterialien und die Bedingungen des Produktionsprozesses, die in Kenntnis der Risiken zu steuern sind.

Bei den Rohstoffen müssen Ursprung, Gewinnung, Weiterverarbeitung, Lagerung und Transport (Wichtig hier – keine Unterbrechung der Kühlkette) festgelegt und vertraglich gesichert werden.

Als High Level Structure wird die übergeordnete Gliederung bezeichnet, die den Aufbau neuer und überarbeiteter ISO Managementsystem-Standards vereinheitlichen soll.

Das Ziel der High Level Structure ist der einheitliche Gebrauch von Kerntexten und Begriffen und ein besseres Verständnis der Normen.

Grafische Darstellung der Häufigkeitsverteilung eines Merkmals.

Lexikon Begriffe I

Regeln, die in der Industrie für Produkte und Prozesse gelten (industrial standard).
System von Einrichtungen, Ausrüstungen und Dienstleistungen um den reibungslosen Betrieb einer Organisation sicherzustellen.
Neuerungen durch die Anwendung von neuen und alternativen Technologien. Bezeichnung in den Wirtschaftswissenschaften für die mit technischem, sozialem und wirtschaftlichem Wandel einhergehenden (komplexen) Neuerungen.
Maßnahmen der Wartung, Inspektion und der Instandsetzung. Instandhaltung ist der laufende Prozess der täglichen Pflege und der regelmäßigen (präventiven) Wartung des Betriebsvermögens.
Eine interessierte Partei (auch: Stakeholder) ist eine Person oder eine Gruppe, die von den Tätigkeiten einer Organisation gegenwärtig oder
zukünftig direkt oder indirekt betroffen ist bzw. Interesse an Projekten dieser Organisation hat. Man unterscheidet zwischen internen interessierten Parteien, wie Projektleitern, Mitarbeitern und der Unternehmensleitung, sowie externen interessierten Parteien, z.B. Auftraggeber, Kunden, Lieferanten, öffentliche Organisationen, Verbände etc.

Durch eingeführte und festgelegte Verfahren ist die interne Kommunikation ein Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen einer Organisation.

Interne Kommunikation (Energiemanagement)
Die Organisation muss intern über ihre energetische Leistung und ihr Energiemanagementsystem kommunizieren. Damit ist sicherzustellen, dass alle Personen, die für die Organisation oder in deren Namen tätig sind, aktiv am Energiemanagement und der Verbesserung der energetischen Leistung teilnehmen können.

Lexikon Begriffe K

Japanische Geisteshaltung. Bedeutet eigentlich Veränderung zum Besseren und drückt das Streben nach kontinuierlicher, nicht endender Verbesserung aus.

Anmerkung: Kaizen bezüglich der Tätigkeiten zur Erstellung von Angebotsprodukten wird Poka-Yoke genannt.

Ermitteln der systematischen Messabweichung einer Messeinrichtung ohne ihre Veränderung.
Ein Audit, welches in einer Organisation an zwei oder mehr Managementsystemen zusammen durchgeführt wird.
In der DIN EN ISO 50001 wird gefordert, dass jedes Unternehmen, das ein normkonformes Energiemanagementsystem aufbauen möchte, angemessene Energieleistungskennzahlen ermitteln muss.

Das bedeutet, die Kennzahlen müssen regelmäßig erfasst, überprüft und mit der energetischen Ausgangsbasis verglichen werden. Auf Basis dieses Vergleichs werden Schlussfolgerungen abgeleitet und Maßnahmen initiiert, die zu einer Verbesserung der energiebezogenen Leistung führen.

Nach welcher Methodik die Kennzahlen ermittelt und in welcher Detailtiefe dies erfolgen soll, ist in der Energiemanagementnorm nur sehr oberflächlich angegeben. So findet man den Hinweis darauf, dass die ermittelten Kennzahlen angemessen sein müssen. Doch was als angemessen erscheint, liegt im Sinne des Betrachters.

Zielführend ist sicherlich, wenn die Energieleistungskennzahlen in der Lage sind, Aussagen über die energiebezogene Leistung des konkreten Betriebsablaufs zu liefern. Es ist also vom Unternehmen selbst zu definieren, ob die EnPIs als einfache Metrik, als Verhältnis oder in Form eines komplexeren Modells erfasst werden.

In vielen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Bereichen ist die Größe eines Unternehmens ein ausschlaggebendes Kriterium zur Festlegung bestimmter Grenzen.

Insbesondere die Abgrenzung zwischen den „kleinen und mittleren Unternehmen“ (KMU) und den „großen Unternehmen“ (Nicht-KMU) ist dabei entscheidend. Die Definition der KMU erfolgt weitestgehend durch eine von der EU herausgegebenen KMU-Definition, welche u. A. Schwellenwerte für Mitarbeiterzahlen und Unternehmensbilanzen sowie Verbundkonstellationen mehrerer Unternehmen berücksichtigt.

Kommunikation Die Kommunikation im Sinne des Energiemanagements stellt die Berichterstattung und das Mitteilungswesen zur Verbreitung von Informationen bzgl. des EnMS, wie z.B. Ziele und Ergebnisse, dar. Auch die Einbindung eines Verbesserungs- oder Vorschlagswesens ist vorgesehen.

Unzureichende Qualifikation bei Mitarbeitern ist eine häufige Ursache für Fehler.

Daher fordert die Revision der ISO 50001 in Abschnitt 7.2, dass die Organisation die Kompetenz für alle Mitarbeiter bestimmt, die das Energiemanagementsystem beeinflussen.

Die Mitarbeiter müssen nicht nur angemessen ausgebildet und geschult sein, sondern auch über die notwendige Erfahrung verfügen, die sie zur Verrichtung ihrer Tätigkeiten benötigen. Bei Bedarf sind Maßnahmen zur Erlangung der Kompetenz durchzuführen.

Erfüllung einer Anforderung.

Der Kontext der Organisation beschreibt das Umfeld einer Organisation sowie die interessierten Parteien und Stakeholder.

Nach Abschnitt 4 der Revision der ISO 50001 müssen im Rahmen des Energiemanagementsystems das Umfeld sowie die interessierten Parteien auf Relevanz geprüft und in ihren relevanten Anforderungen berücksichtigt werden. Daraus und aus den Anforderungen der Kunden und der Organisation selbst ergibt sich der Anwendungsbereich des Energiemanagementsystems.

Anmerkung 1: Die Ziele der Organisation können sich auf ihre Produkte und Dienstleistungen, Investitionen und Verhaltensweisen gegenüber ihren interessierten Parteien beziehen.

Anmerkung 2: Der Begriff des Kontexts der Organisation gilt gleichermaßen für gemeinnützige oder öffentliche Dienstleistungsorganisationen, wie auch für gewinnorientierte Organisationen.

Anmerkung 3: Im Englischen werden für diesen Begriff häufig andere Benennungen verwendet, wie z. B. „business environment“, „organizational environment“ oder „ecosystem of an organization“.

Anmerkung 4: Das Verständnis der Infrastruktur kann hilfreich sein, den Kontext der Organisation festzulegen.

Die kontinuierliche Verbesserung stellt einen wiederkehrenden Prozess dar, dessen Ziel es ist, die energetische Leistung und das Energiemanagementsystem beständig zu verbessern und weiter zu entwickeln.
Korrekturen (auch Korrekturmaßnahmen) sind im Sinne des Energiemanagementsystems dann durchzuführen, wenn Abweichungen von systemrelevanten Vorgaben (Nichtkonformitäten) festgestellt werden.
Person oder Organisation, die ein Produkt oder eine Dienstleistung empfängt oder empfangen könnte, welches oder welche

für diese Person oder Organisation vorgesehen ist oder von ihr gefordert wird (z.B. Verbraucher, Klient, Endanwender, Einzelhändler, Empfänger eines Produkts oder einer Dienstleistung aus einem internen Prozess, Nutznießer und Käufer).

Anmerkung 1: Ein Kunde kann der Organisation angehören oder ein Außenstehender sein.

Wahrnehmung des Kunden zu dem Grad, in dem die Erwartungen des Kunden erfüllt worden sind.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung wird die simultane Nutzung von der im Brennstoff vorhandenen Energie gleichzeitig für die Strom-und für die Wärmegewinnung verstanden.

Lexikon Begriffe L

Der Lastgang (auch Lastprofil) ist im Allgemeinen eine grafische Darstellung eines Messwertes im zeitlichen Verlauf.

Lastgänge werden häufig zur Veranschaulichung des Energiebedarfs bzw. der Leistungsaufnahme für einen bestimmten Zeitraum verwendet (z.B. elektrische Energie, Gas).

Organisation oder Person, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellt.
Beurteilung eines Lieferanten auf seine Qualitätsfähigkeit vor Annahme ständiger Einkaufsbeziehungen.

Lexikon Begriffe M

Die Managementbewertung ist ein Prozessschritt in Managementsystemen bei dem das TOP-Management sich über die Ergebnisse und den Stand sowie über Maßnahmen informiert und ein Statement dazu abgibt.
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Führen und Steuern einer Organisation.

Anmerkung 1: Management kann das Festlegen von Politiken, Zielen, und Prozessen zum Erreichen dieser Ziele umfassen.

Anmerkung 2: Gelegentlich bezieht sich die Bezeichnung „Management“ auf Personen, d. h. eine Person oder eine Personengruppe mit Befugnis und Verantwortung für die Führung und Steuerung einer Organisation. Wird „Management“ in diesem Sinn verwendet, sollte es nicht ohne eine Art von Bestimmungswort verwendet werden, um Verwechslungen mit dem oben definierten Begriff „Management“ zu vermeiden. Beispielsweise ist die Formulierung „Das Management muss …“ abzulehnen, während „Die oberste Leitung (en: top management) muss …“ annehmbar ist.

Andernfalls sollten andere Benennungen eingeführt werden, um den Begriff zu vermitteln, wenn er sich auf Personen bezieht, z. B. leitende Personen oder Manager.

Lenkung und Steuerung der vom Unternehmen für die Einführung und Aufrechterhaltung des QM-Systems bereitzustellenden Mittel, wie Personal, Information, Infrastruktur und Arbeitsumgebung.
Satz zusammenhängender oder sich gegenseitig beeinflussender Elemente einer Organisation, um Politiken, Ziele und Prozesse zum Erreichen dieser Ziele festzulegen.

Anmerkung 1: Ein Managementsystem kann eine oder mehrere Disziplinen behandeln, z. B. Qualitätsmanagement, Finanzmanagement oder Umweltmanagement.

Anmerkung 2: Die Elemente des Managementsystems beinhalten die Struktur der Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten, Planung, Betrieb, Politiken, Praktiken, Regeln, Überzeugungen, Ziele und Prozesse zum Erreichen dieser Ziele.

Anmerkung 3: Der Anwendungsbereich eines Managementsystems kann die ganze Organisation, bestimmte Funktionen der Organisation, bestimmte Bereiche der Organisation oder eine oder mehrere Funktionsbereiche über eine Gruppe von Organisationen hinweg umfassen.

Anmerkung 4: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Die sieben Managementwerkzeuge (M7) sind Problemlösungstechniken, die unter Anwendung visueller Hilfsmittel zur Analyse verbaler Information dienen.
Messergebnis abzüglich wahrer Wert der Messgröße.
Der Wertebereich der Messgröße, für den die Messabweichung eines Messgeräts innerhalb der vorgegebenen Fehlergrenzen liegen sollen.
Fähigkeit eines Messgeräts, seine messtechnischen Merkmale unverändert beizubehalten.
Ausmaß der Annäherung des Messergebnisses an den wahren Wert der Messgröße.
Messgerät, Software, Messnormal, Referenzmaterial oder apparative Hilfsmittel oder eine Kombination davon, wie sie zur Realisierung eines Messprozesses erforderlich sind.
Im Messstellenkonzept hält man die Ergebnisse der Planung des Energiecontrollings und der damit verbundenen Energiedatenerfassung fest. So kann jeder zu jeder Zeit nachvollziehen, welche Messpunkte in welcher Regelmäßigkeit erfasst werden. Dieses Dokument kann wiederum Bestandteil des Energiemanagementhandbuchs werden.
Ergebnis der Auswertung zur Kennzeichnung des Bereiches, innerhalb dessen der wahre Wert einer Messgröße schätzungsweise, im Allgemeinen mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit, liegt.
Grundhaltung in einem Unternehmen, bei der jeder Mitarbeiter als bedeutendes Problemlösungs- und Kreativitätspotenzial betrachtet und entsprechend behandelt wird.

Dem liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die Wertschöpfung im Unternehmen zwar durch den Einsatz technischer Hilfsmittel unterstützt, aber letztlich vom Menschen erbracht und gesteuert wird.

Dokumente, die sinngemäß zu genannten Kapiteln und Anweisungen gehören. Anweisung: Dokument zur Beschreibung von Zuständigkeiten und Abläufen bei i.d.R. abteilungsübergreifenden Tätigkeiten.

Lexikon Begriffe N

Maßnahme an einem nichtkonformen Produkt oder einer nichtkonformen Dienstleistung, damit die spezifizierten Anforderungen erfüllt werden.
Audit, das auf Grund umfangreicher Abweichungen erforderlich ist, da die Korrekturen einen längeren Zeitraum zur Behebung in Anspruch nehmen.
Qualitätsrelevantes Dokument, das Nachweise (Aufzeichnungen) hinsichtlich der Durchführung bestimmter Tätigkeiten oder Verfahren beinhaltet.
Eine Nichtkonformität stellt eine Abweichung von einem vorgegebenen Prozess bzw. eine Nichterfüllung von Normanforderungen des Managementsystems dar.
Messverkörperung, Referenz, Messgerät oder Messeinrichtung mit dem Zweck, eine Maßeinheit darzustellen, zu bewahren oder zu reproduzieren, um diese an andere Messgeräte durch Vergleich weiterzugeben.
Gremium, das sich mit der Normung von Produkten, Prozessen oder von Systemen befasst, wie z. B. IEC, ISO, DIN etc.
Das Null-Fehler-Programm wurde von Crosby 1961 entwickelt und zielt auf eine fehlerfreie Produktion ohne Ausschuss und ohne Nacharbeit ab.

Lexikon Begriffe O

Person oder Personengruppe, die eine Organisation auf der obersten Ebene führt und steuert.

Anmerkung 1: Die oberste Leitung ist innerhalb der Organisation in der Lage, Verantwortung zu delegieren und Ressourcen bereitzustellen.

Anmerkung 2: Wenn der Anwendungsbereich des Managementsystems nur einen Teil einer Organisation umfasst, bezieht sich „oberste Leitung” auf diejenigen, die diesen Teil führen und steuern.

Anmerkung 3: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Person oder Personengruppe, die eigene Funktionen mit Verantwortlichkeiten, Befugnissen und Beziehungen hat, um ihre Ziele zu erreichen.

Anmerkung 1: Der Begriff Organisation umfasst unter anderem Einzelunternehmer, Gesellschaft, Konzern, Firma, Unternehmen, Behörde, Handelsgesellschaft, Verband, Wohltätigkeitsorganisation, Institution, oder Teile oder eine Kombination der genannten, ob eingetragen oder nicht, öffentlich oder privat.

Anmerkung 2: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Sie gibt Auskunft über die innerbetriebliche Abwicklung und Erfüllung von Aufgaben, insbesondere in den indirekten Bereichen (über das QM-System hinaus) und beim Management.
Im Rahmen von Lean Management versuchen Unternehmen durch Outsourcing (Ausgliedern oder Zukauf von Leistungen), sich auf ihre Kernprozesse zu konzentrieren.

Dadurch werden bisher hausinterne Serviceleistungen an Dienstleister vergeben. Vielfach wird der Dienstleister dabei zur „verlängerten Werkbank“.

Lexikon Begriffe P

Untersuchungsmethode, bei der alle eine betrachtete Situation beeinflussenden Faktoren in der Reihe ihres relativen Einflusses im sog. Paretodiagramm angeordnet werden mit dem Ziel, eine detaillierte Untersuchung auf die Hauptfaktoren konzentrieren zu können.
Der PDCA-Zyklus ist ein Begriff aus dem Bereich der Managementsysteme.

Er beschreibt die kontinuierliche Verbesserung anhand vier wiederkehrender allgemeiner Prozessschritte: Plan – Do – Check – Act (Planen – Ausführen – Kontrollieren – Anpassen).

Japanisch, poka = Fehler, yoke = Vermeidung.
Eine der wichtigsten Methoden der Null-Fehler-Philosophie. Ziel ist die Vermeidung zufälliger Fehler durch menschliche Fehlhandlungen.

Absichten und Ausrichtung einer Organisation, wie von der obersten Leitung formell ausgedrückt.

Anmerkung 1: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Das Produktaudit dient zur Beurteilung der Produktqualität. Dabei werden die Übereinstimmung der Produktqualität mit den
vorgegebenen Kundenanforderungen, technischen Spezifikationen, den Prüf- und Fertigungsunterlagen sowie die Wirksamkeit, die Zweckmäßigkeit und die Konsistenz der Unterlagen beurteilt. Das Produktaudit geht also über eine Prüfung der Produktqualität erheblich hinaus und bezieht betroffene Systemelemente mit ein.
Produkthaftung ist allgemein die Verpflichtung zum Ersatz eines durch ein fehlerhaftes Produkt entstandenen Schadens an sonstigen Rechtsgütern Dritter.
Geordneter und gelenkter Prozess. Eine Organisation muss die zur Ausführung des geforderten Produkts notwendigen Prozesse, ihre Abfolge und die Wechselwirkungen ermitteln, planen und einführen.

Sie muss sicherstellen, dass diese Prozesse unter beherrschten Bedingungen ablaufen und Ergebnisse hervorbringen, die die Forderungen des Kunden erfüllen.

Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gesteuerten Tätigkeiten besteht.

Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gesteuerten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Beschränkungen bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt.

Anmerkung 1: Bei einigen Projekten werden während des Projektverlaufs die Ziele und der Anwendungsbereich aktualisiert und die Produkt- oder Dienstleistungsmerkmale fortschreitend entsprechend festgelegt.

Anmerkung 2: Die Organisation des Projekts ist üblicherweise vorübergehend und besteht nur für die Lebensdauer des Projekts.

Planen, Organisieren, Überwachen, Steuern und Berichten aller Aspekte eines Projekts und die Motivation aller daran Beteiligten, die Ziele des Projekts zu erreichen.
Satz zusammenhängender oder sich gegenseitig beeinflussender Tätigkeiten,

der Eingaben zum Erzielen eines vorgesehenen Ergebnisses verwendet.

Anmerkung 1: Ob das „vorgesehene Ergebnis“ eines Prozesses Ergebnis, Produkt oder Dienstleistung genannt wird, ist abhängig vom Bezugskontext.

Anmerkung 2: Eingaben für einen Prozess sind üblicherweise Ergebnisse anderer Prozesse und Ergebnisse aus einem Prozess sind üblicherweise Eingaben für andere Prozesse.

Anmerkung 3: Zwei oder mehr zusammenhängende und sich gegenseitig beeinflussende, aufeinanderfolgende Prozesse können auch als ein Prozess bezeichnet werden.

Anmerkung 4: Prozesse in einer Organisation werden üblicherweise geplant und unter beherrschten Bedingungen durchgeführt, um einen Mehrwert zu schaffen.

Anmerkung 5: Ein Prozess, bei dem die Konformität des dabei erzeugten Ergebnisses nicht ohne weiteres oder in wirtschaftlicher Weise validiert werden kann, wird häufig als „spezieller Prozess“ bezeichnet.

Anmerkung 6: Dieser Begriff stellt eine der gemeinsamen Benennungen und der Basisdefinitionen für ISO-Managementsystemnormen dar.

Ein Prozessaudit betrachtet die einzelnen Prozesse eines Gesamtsystems hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit,
ihrer Übereinstimmung mit festgelegten Forderungen, wie Produktionslenkungsplan und Arbeitsanweisungen, ihrer Erreichung der Qualitätsziele sowie der Einhaltung festgelegter Forderungen an die Prozessfähigkeit/-leistung. Das Denken in Prozessen fördert die Integration verschiedener Themenfelder. Im Zuge der Prozessorientierung in der Organisation gewinnt das Prozessaudit an Bedeutung.
Qualitätsfähigkeit eines Prozesses.
Prozessmanagement und auch Prozess-Engineering sind Methoden, mit deren Hilfe Geschäftsprozesse in einen Zustand der Effektivität, Kontrollierbarkeit und Steuerbarkeit, Effizienz und Anpassbarkeit überführt und gehalten werden.

Der Begriff Prozessmanagement beinhaltet als wesentliche Elemente die Kontrolle und Steuerung, aber auch die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins.

Grundhaltung in einem Unternehmen, die das gesamte betriebliche Handeln als Kombination von Prozessen betrachtet.

Ziel ist die Steigerung von Qualität und Produktivität im Unternehmen durch eine ständige Verbesserung der Prozesse. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Ausrichtung auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden sowie die Einbeziehung aller Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen.

Prüfanweisungen umfassen Anweisungen, wie im Unternehmen Prüfungen umgesetzt werden sollen.

Die Darlegung der verwendeten Prüfmittel zur Erreichung der Konformität des Produktes wie Auswahl, Lenkung, Überwachung und Instandhaltung von Prüfmitteln zur Sicherstellung
einwandfreier Prüfergebnisse.

Prüfanweisungen umfassen Anweisungen, wie im Unternehmen Prüfungen umgesetzt werden sollen.

Meist handelt es sich um komprimierte Ableitungen aus DIN Vorschriften. Sie erstrecken sich nicht nur auf die Beschreibung der Prüftätigkeit, sondern auch auf die einzusetzenden Mess- und Prüfmittel.

Teilmenge eines Produkts aus einheitlicher Herstellung, das zu einem Zeitpunkt als Ganzes zu einer Qualitätsprüfung vorgestellt wird.
Festlegung der Prüfmerkmale für die Qualitätsprüfung und die Prüfverfahren.
Aussage darüber, ob eine planmäßige Qualitätsprüfung vorgenommen wurde und ob die betreffenden Forderungen erfüllt wurden oder nicht.

Lexikon Begriffe Q

Allgemeiner, aus dem Englischen stammender Begriff für Qualitätslenkung.

Besonders zu beachten ist das Wort Control, es steht sinngemäß für Steuern bzw. Beherrschen und ist nicht mit dem deutschen Kontrollieren zu verwechseln.

Definition und Festlegung der Funktionen von Mitarbeitern je Bereich, die Ermittlung der Sollqualifikation für diese Funktionen und die Mitarbeiterzuordnung.
Planen, Organisieren und Durchführen von Maßnahmen, die die Qualifikation der Mitarbeiter verbessern bzw. erweitern sollen.
Hierzu gehören das Festlegen der Verantwortungen zwischen Personalbereich und Funktionsbereich, das Planen der Qualifikationsmaßnahmen durch Verantwortliche, das Bereitstellen und Vorbereiten und das Veranlassen der Maßnahmen wie geplant, das Überwachen der Umsetzung sowie die abschließende Dokumentation durch Verantwortliche.
Ergebnis einer Ist-Aufnahme der vorhandenen Qualifikation der Mitarbeiter durch eine Führungskraft.
Kosten, die vorwiegend durch Qualitätsforderungen verursacht sind. Kosten, die durch Tätigkeiten der Fehlerverhütung, durch planmäßige Qualitätsprüfungen, durch interne oder externe festgestellte Fehler sowie durch die externe QM-Darlegung verursacht werden.
Hierzu gehören Kosten für Fehlprodukte, Ausschuss, Sortierprüfungen, Wiederholungsprüfungen, qualitätsbedingte Ausfallzeiten, Gewährleistung und Produzentenhaftung, als auch die Verluste des Nichterreichens zufrieden stellender Qualität.
Eignung einer Organisation oder ihrer Elemente zur Realisierung einer Einheit, festgelegte Qualitätsanforderungen zu erfüllen.
Zur Qualitätsfähigkeit gehören die finanziellen, technischen, organisatorischen und personellen Mittel, die das Unternehmen befähigen, Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Kundenerwartungen und -forderungen zugestalten, zu beschaffen, herzustellen und im Einsatz zu betreuen.
Politik bezüglich Qualität.

Anmerkung 1: Üblicherweise steht die Qualitätspolitik mit der übergeordneten Politik der Organisation in Einklang, sie kann der Vision und Mission der Organisation angepasst werden und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen.

Anmerkung 2: Qualitätsmanagementgrundsätze dieser Internationalen Norm können als Grundlage für die Festlegung einer Qualitätspolitik dienen.

Die Qualitätsregelkarte (QRK) stellt allgemein eine Methode zur Überwachung von Fertigungsprozessen auf statistischer Basis dar und findet Anwendung im Rahmen der Statistischen Prozessregelung (SPC).

Sie ist ein Formblatt zur grafischen Darstellung von fortlaufend anfallenden statistischen Daten für eine Serie von Stichproben.

Bei den Daten handelt es sich um Messwerte oder daraus errechnete Kennzahlen, die in Verbindung mit vorher eingezeichnetem Mittelwert sowie Warn-, Eingriffs- und Toleranzgrenzen zur Untersuchung und Steuerung des betrachteten Prozesses dienen.

Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Erzeugen von Vertrauen darauf gerichtet ist, dass Qualitätsmanagementanforderungen erfüllt werden.
Qualitätsteams bestehen meist aus besonders befähigten Mitarbeitern aus allen am Prozess beteiligten Abteilungen und Bereichen.

Sie werden vom Management bestimmt und sind während der Zeit der Mitarbeit im Team von ihren Aufgaben ganz oder teilweise befreit.

Im Regelfall erhält ein Team vom Management einen klaren Auftrag zur Lösung eines definierten Problems. Dieser Auftrag wird dann von den Gruppenmitgliedern – meist unter Leitung einer Führungskraft – ausgeführt. Nach Lösung des Problems ist die Aufgabe des Qualitätsteams beendet, es löst sich auf.

Funktion im Unternehmen, die sich mit dem Mess- und Prüfwesen, der Qualitätssicherung und/oder dem Qualitätsmanagement befasst.
Funktion im Unternehmen, die sich mit dem Mess- und Prüfwesen, der Qualitätssicherung und/oder dem Qualitätsmanagement befasst.

Lexikon Begriffe R

Als Re-Engineering wird das grundsätzliche Überdenken und die daraus resultierende radikale Neugestaltung von Unternehmen oder wesentlichen Unternehmens- bzw. Geschäftsprozessen bezeichnet. Dabei werden bedeutsame Verbesserungen in den Bereichen Kosten, Qualität und Zeit angestrebt.
Ausdruck der Unzufriedenheit, die gegenüber einer Organisation in Bezug auf deren Produkt oder Dienstleistung oder den Prozess zur Bearbeitung von Reklamationen selbst zum Ausdruck gebracht wird, wenn eine Reaktion beziehungsweise Klärung explizit oder implizit erwartet wird.

Bei der Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 muss sich ein Unternehmen mit vielen rechtlichen und anderen Anforderungen auseinandersetzen.

Konkret bedeutet dies, dass die relevanten Anforderungen ermittelt und allen zugänglich gemacht werden müssen. Für die Dokumentation der Anforderungen empfiehlt es sich, eine Auflistung, einen sogenannten Rechtskataster, anzulegen.

Definition Rechtskataster:
Ein Rechtskataster beschreibt die Sammlung aller Rechtsanforderungen, die für eine Organisation relevant sind. Zudem ermöglicht ein Rechtskataster die Bewertung der Einhaltung der Rechtsanforderungen und dokumentiert die organisationsspezifische Umsetzung bindender Verpflichtungen. Schließlich können im Rechtskataster auch die zuständigen Stellen und Mitarbeiter den jeweiligen Rechtsanforderungen zugeordnet werden. Gegebenenfalls können auch eingegangene Verpflichtungen des Unternehmens, z.B. aus Kundenvereinbarungen oder Selbstverpflichtungen, aufgeführt werden.

Möglichkeit, den Werdegang, die Verwendung oder den Ort eines Produktes lückenlos nachzuvollziehen.

Lexikon Begriffe S

Dokument, in dem Schulungsmaßnahmen und Teilnehmer festgelegt sind.
Die Selbstbewertung einer Organisation ist eine umfassende und systematische Bewertung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Organisation, die auf das Qualitätsmanagementsystem oder ein Exzellenzmodell bezogen werden.
Verschärfte Formulierung für die Bedeutung der Verpflichtung der obersten Leitung bezüglich des Qualitätsmanagementsystems.
Simultaneous Engineering ist die zeitlich überlappende Bearbeitung von Aufgaben durch interdisziplinäre Arbeitsgruppen im Unternehmen zum Zwecke der Zeitersparnis.

Dabei werden insbesondere im Stadium der Entwicklung, Konstruktion und Fertigungsplanung die einzelnen Ingenieurstätigkeiten durch organisatorische und technologische Maßnahmen parallelisiert. Diese Arbeitsweise unterstützt bei gleicher Zielsetzung durch die Anwendung von Quality Engineering zusammengefasste Verfahren, die zu planenden Produkte und Prozesse.

Erlaubnis, ein Produkt oder eine Dienstleistung, das/die festgelegte Anforderungen nicht erfüllt, zu gebrauchen oder freizugeben.
Dokument, das Anforderungen festlegt (z.B. Qualitätsmanagement-Handbuch, Qualitätsmanagementplan, technische Zeichnung, Verfahrensanweisung, Arbeitsanweisung).

Anmerkung 1: Eine Spezifikation kann sich auf Tätigkeiten (z. B. Verfahrensanweisung, Prozessspezifikation und Testspezifikation) oder auf Produkte (z. B. Produktspezifikation, Leistungsspezifikation und Zeichnung) beziehen.

Anmerkung 2: Durch Festlegen von Anforderungen kann eine Spezifikation zusätzlich Ergebnisse der Entwicklung festlegen und dadurch in einigen Fällen als Aufzeichnung verwendet werden.

Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) regelt die Anforderungen an Energie- oder Umweltmanagementsysteme für Unternehmen.
Durch einen Nachweis nach SpaEfV können Unternehmen des produzierenden Gewerbes die Rückvergütung von Teilen der Strom- und Energiesteuer beantragen.
Qualitätsprüfung, bei der statistische Methoden angewendet werden.
Unter Stichprobenprüfung versteht man die Überprüfung eines repräsentativen Anteils von Einheiten aus einer betrachteten Grundgesamtheit in Bezug auf die vorgegebenen Prüfmerkmale.

Auf Grund des Ergebnisses der Stichprobenprüfung wird auf die qualitative Beschaffenheit der Gesamtmenge geschlossen.

Plan für das Erreichen eines langfristigen Ziels oder Gesamtziels.
Das Stromsteuergesetz regelt die Besteuerung von elektrischer Energie.
Das Systemaudit dient der umfassenden Beurteilung des gesamten Qualitätsmanagementsystems.

Dabei wird in einer systematischen und unabhängigen Untersuchung zunächst die Beschreibung des QM-Systems einschließlich aller Anweisungen auf angemessene Übereinstimmung mit dem zugrunde liegenden Regelwerk (Norm) überprüft.

Anschließend werden vor Ort alle qualitätsbezogenen Tätigkeiten und deren Ergebnisse beurteilt, ob diese den geplanten Anordnungen und Anweisungen entsprechen, wirkungsvoll durchgeführt werden und geeignet sind, die vorgegebenen Qualitätsziele zu erreichen.

Lexikon Begriffe U

Meist im jährlichen Abstand überwacht die Zertifizierungsgesellschaft das QM-System der Organisation. Diese Audits sind nicht so umfangreich wie das Zertifizierungsaudit, weil hier nur stichprobenartig die Führungs- und Systemelemente überprüft werden.
Namensbezogenes Synonym für die grafische Darstellung einer Methode, mit der die Ursachen für eine festgestellte Wirkung (Problem), gegliedert nach Hauptursachenfaktoren Mensch, Maschine, Material und Methode (4 M), ermittelt werden.

Lexikon Begriffe V

Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen für einen spezifischen beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind.
Festgelegte Art und Weise, eine Tätigkeit oder einen Prozess auszuführen.

Anmerkung 1: Verfahren können dokumentiert sein oder nicht.

Dokument zur Beschreibung von Zuständigkeiten und Abläufen (In der Regel zur Beschreibung abteilungsübergreifender Tätigkeiten).
Das Verfahrensaudit dient zur Beurteilung der Verfahrens- bzw. Prozessqualität.

Dabei wird die Übereinstimmung, z. B. der Prozessqualität mit Arbeits- und Prozess- bzw. Verfahrensanweisungen, Rezepturen, technischen Produktspezifikationen und Kundenanforderungen zusammenhängend begutachtet. Auch hier werden die Wirksamkeit, die Zweckmäßigkeit und die Konsistenz der Verfahrensunterlagen mit einbezogen und somit auch Elemente des Qualitätsmanagementsystems begutachtet.

Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind.
Unter Vollprüfung (100%-Prüfung) versteht man die Überprüfung sämtlicher Einheiten in Bezug auf die vorgegebenen Prüfmerkmale. Im Gegensatz dazu wird bei der Stichprobenprüfung nur ein Teil der Einheiten geprüft. Die Vollprüfung ist zweckmäßig, wenn das Fertigungsverfahren noch nicht unter statistischer Kontrolle ist oder wenn Fehlerfolgekosten die Prüfkosten wesentlich übersteigen. Zwingend erforderlich ist die Vollprüfung bei lebenswichtigen Teilen oder wenn gewisse Chargen hinsichtlich der Qualität unbekannt sind.
Vorbeugungsmaßnahmen sind Maßnahmen zur Beseitigung von Fehlern im Managementsystem, die zu einer Abweichung führen können.
Qualitätsrelevante Dokumente, die Vorgaben hinsichtlich der Durchführung bestimmter Tätigkeiten oder Verfahren beinhalten.

Lexikon Begriffe W

Die Organisation muss Nichtkonformitäten ermitteln und behandeln, indem sie in angemessener Weise und innerhalb einer festgelegten Frist Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen ergreift. Die Organisation muss jegliche relevante Dokumentation in Übereinstimmung mit gesetzlichen und/oder dokumentierten Fristen aufbewahren.

Die Wertanalyse kann als eine vom Produkt unabhängige, systematische Methode zur Problemerkennung und -lösung betrachtet werden, um den vom Kunden bzw. Anwender gewünschten Nutzen mit den geringst möglichen Kosten zu realisieren.
Energieeinsatz, der wesentlichen Anteil am Energieverbrauch hat und/oder erhebliche Potenziale für eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung bietet.

Anmerkung: Kriterien dafür, was als wesentlich anzusehen ist, werden von der Organisation festgelegt.

Vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des Zertifikats sind in einem Wiederholungsaudit erneut die Wirksamkeit des QM-Systems und seine Übereinstimmung mit der Norm gegenüber dem Zertifizierer nachzuweisen. Siehe Re-Zertifizierung.

Qualitätsprüfung, die nach bestimmten, vorgegebenen Regeln innerhalb einer Serie von durchzuführenden Qualitätsprüfungen an derselben Einheit in einem bestimmten Turnus wiederholt wird.
Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten verwirklicht und geplante Ergebnisse erreicht werden.

Lexikon Begriffe Z

Dokument, das eine Zertifizierungsstelle ausstellt, wenn eine Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen wurde.
Die Zertifizierung stellt die Erteilung eines Zertifikates für einen bestimmten Normstandard (hier DIN EN ISO 50001:2018) im Anschluss an den Zertifizierungsprozess dar.
Ein Zertifizierungsaudit ist in der Regel ein Systemaudit. Es überprüft, ob das gesamte QM-System einer Organisation die Forderungen der zugrunde liegenden Norm erfüllt. Der Ablauf wird mit einem Auditplan abgestimmt.
Organisation, die Zertifizierungen durchführt (TÜV, DGQ etc.).
Zu erreichendes Ergebnis.

Strategische Energieziele: Festgelegtes Ergebnis bzw. zu erreichende Leistung, entsprechend der Energiepolitik der Organisation in Bezug auf eine verbesserte energiebezogene Leistung.

Operative Energieziele: detaillierte und quantifizierbare Anforderung an die energiebezogene Leistung, die Gültigkeit für die Organisation oder Teile hiervon besitzt, sich aus den strategischen Energiezielen ergibt und welche zur Erreichung der strategischen Ziele festgelegt und erreicht werden muss.

„Es ist wichtig, dass ein Ziel niemals durch Tätigkeiten oder Maßnahmen definiert wird. Es muss sich immer direkt darauf beziehen, wie das Leben für alle besser ist. Das Ziel eines Systems muss für jedermann in diesem System klar verständlich sein. Das Ziel muss Zukunftspläne enthalten. Das Ziel ist ein Werturteil.“

William Edwards Deming

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