Qualitätsmanagement-Lexikon, QM-Lexikon – Begriffe und Definitionen.

Qualitätsmanagement Begriffe

Qualitätsmanagement Begriffe

Der Begriff Qualitätsmanagement umfasst die Planung, Überwachung, Steuerung und das Überwachen eines Qualitätsprozesses und die Ergebnisse des Prozesses. Gutes Qualitätsmanagement soll darauf hinauszielen, Kunden näher an das Unternehmen zu binden sowie sich Marktanteile dauerhaft zu sichern und wirtschaftlich zu handeln. Unter der Bezeichnung werden alle Maßnahmen organisatorischer Art verstanden, die die Prozessqualität verbessert. Unser QM-Lexikon erläutert Fachbegriffe rund um das Thema Qualitätsmanagement insbesondere bzgl. der ISO 9001 und 50001 fundiert und selbsterklärend.

Qualitätsmanagement Begriffe

Akkreditierung

Akkreditierung bedeutet, dass die Gesellschaft, die Energiemanagementsysteme in den Unternehmen zertifiziert, von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) bezüglich der Einhaltung fester Regelungen überwacht wird.

Qualitätsmanagement Begriffe

AQL-System

International genormtes Stichprobensystem. Die annehmbare Qualitätsgrenzlage beschreibt bei einer Annahmen-Stichprobenprüfung die obere Grenze einer zufriedenstellenden mittleren Qualitätslage.

Qualitätsmanagement Begriffe

Auditprogramm

Satz von einem oder mehreren Audits, die für einen bestimmten Zeitraum geplant werden und auf einen spezifischen Zweck ausgerichtet sind.

Qualitätsmanagement Begriffe

Aufbauorganisation

Vom Management erstellte Beschreibung der Festlegungen im Unternehmen zu Unter- und Überstellungsverhältnissen der Beschäftigten. Die übliche Darstellungsform der Aufbauorganisation ist das Organigramm.

Qualitätsmanagement Lexikon Begriffe A

Die Organisation muss die Abläufe ermitteln und planen, die im Zusammenhang mit den wesentlichen Energieaspekten stehen und welche die Übereinstimmung mit der Energiepolitik sowie den strategischen und operativen Zielen sicherstellen.

Nichterfüllung einer Forderung.
Aufzeichnung über eine von einem Auditor bei einem Audit festgestellte Abweichung. Man unterscheidet zwischen kritischen und nichtkritischen Abweichungen. Bei kritischen Abweichungen sind bis zum vereinbarten Termin die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten. Nichtkritische Abweichungen sind bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu beheben.

Der Aktionsplan ist eine Übersicht aller operativen Energieziele, die zur Erfüllung der Energiepolitik aufgenommen, geprüft und geplant werden.

Damit die strategischen und operativen Energieziele im Unternehmen erreicht werden können, sollten sog. Aktionspläne (Energieprogramme) erstellt werden. Diese beinhalten die Angaben, wie die energetischen Ziele im Unternehmen konkret erreicht und welche Maßnahmen durchgeführt werden. Aus den Aktionsplänen sollte also Folgendes hervorgehen:

  • wie die Energieeffizienz verbessert werden kann
  • welche Aufgaben/Maßnahmen dafür im Unternehmen erfüllt werden müssen
  • welche Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahmen im Unternehmen vorhanden sind (Personal, finanzielle Mittel etc.)
  • welche Priorität die einzelnen Maßnahmen haben
  • in welchem Zeitrahmen die Maßnahme umgesetzt und damit das Ziel erreicht werden soll
  • wer für die Umsetzung der Maßnahme verantwortlich ist
  • wer die Umsetzung der Maßnahme überwacht (Abfrage des Status)

Strategisches Ziel = Einsparung von Elektroenergie um 20% in den nächsten 3 Jahren
Operatives Ziel = Einsparung von Elektroenergie um ca. 250.000 kWh

Die Amortisationszeiten sind Bestandteil einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und stellen den Zeitraum dar in dem sich eine Investition rentiert. Sollen Energieeffizienzmaßnahmen bewertet werden, so kann über die Amortisationszeiten herausgestellt werden, ab welchem Zeitpunkt die Einsparungen die Investitionen decken. In der Regel bietet jeder Lieferant zu seinem Produkt oder zu seiner Dienstleistung eine Amortisationsrechnung an.

Organisation, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellt (z.B. Hersteller, Vertriebseinrichtung, Einzelhändler oder Verkäufer eines Produkts oder einer Dienstleistung).

Anmerkung 1: Ein Anbieter kann der Organisation angehören oder ein Außenstehender sein.
Anmerkung 2: In einer Vertragssituation wird ein Anbieter manchmal als „Auftragnehmer“ bezeichnet.

Umfang der Aktivitäten, Anlagen/Standorte und Entscheidungen, welche die Organisation durch ein Managementsystem erfasst, welches mehrere Grenzen umfassen kann.

Anmerkung 1: Der Anwendungsbereich eines Managementsystems kann die ganze Organisation, bestimmte Funktionen der Organisation, bestimmte Bereiche der Organisation oder eine oder mehrere Funktionsbereiche über eine Gruppe von Organisationen hinweg umfassen.
Anmerkung 2: Der Anwendungsbereich kann Energie bezüglich Transport einschließen.

Anweisungen, die entweder einen einzelnen oder gleichartige Arbeitsplätze (In manchen Unternehmen auch Tätigkeiten = Tätigkeitsbeschreibung) beschreiben.
Ein Audit ist ein unabhängiger, systematischer und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Nachweisen und deren objektiver Auswertung.

Das Audit, durchgeführt von einem Auditor oder einem Auditteam, dient der Ermittlung, inwieweit das Energiemanagementsystem die von der Organisation festgelegten Ziele und die normativen Kriterien z.B. der DIN EN ISO 50001 erfüllt.

Auditoren sind fachlich qualifizierte Personen, die Audits neutral und objektiv gemäß der vorgegebenen Anforderungen durchführen.
Der verantwortliche Auditor wird auch Auditleiter genannt – die Auditoren bilden meist ein sogenanntes Auditteam aus 2 Personen.

Die Auditbezugsbasis sind diejenigen Festlegungen, die sich hinsichtlich der Unternehmensstrategie, Kundenanforderungen, Normen etc. für das QM-System ergeben.

Ergebnisse der Beurteilung der zusammengestellten Auditnachweise gegen die Auditkriterien.
Ein Audit ist ein unabhängiger, systematischer und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Nachweisen und deren objektiver Auswertung.
Kriterien, die für ein Audit herangezogen werden. Auditkriterien sind z.B. Verfahren oder Anforderungen die als Referenzen herangezogen werden.
Auditor, der aufgrund eines Befähigungsnachweises zur Leitung eines Audits berechtigt ist.
Aufzeichnungen oder Tatsachenfeststellungen, die für die Auditkriterien zutreffen und verifizierbar sind.
Quantitative Angabe zur Fähigkeit einer Anzeigeeinrichtung, zwischen unmittelbar nebeneinander liegenden Messwerten eindeutig zu unterscheiden.
Eine Person oder Organisation, die einen Auftrag erteilt.
Dokument, welches das erreichte Ergebnis angibt oder einen Nachweis ausgeführter Tätigkeiten bereitstellt (z.B. Prüfprotokolle, Auditberichte, Entwicklungs- und Versuchsberichte, Schulungsnachweise).

Anmerkung 1: Aufzeichnungen können beispielsweise angewendet werden zur Darlegung von Rückverfolgbarkeit und zum Nachweis von Verifizierung, Vorbeugungsmaßnahmen und Korrekturmaßnahmen.
Anmerkung 2: Aufzeichnungen bedürfen üblicherweise nicht einer Überwachung durch Revision.

Beendigung der Funktionsfähigkeit einer Einheit (Bauteil) bei zugelassenen Betriebsbedingungen.

Qualitätsmanagement Lexikon Begriffe B

Der Begriff bindende Verpflichtungen umfasst im Sinne der novellierten ISO Normen rechtliche Verpflichtungen, sowie andere Verpflichtungen von Behörden, staatlichen Institutionen, Gesetzen, Urteilen oder Aufsichtsbehörden.

Darüber hinausgehend können bindende Verpflichtungen auch Anforderungen interessierter Parteien sein wie z.B. Behörden, Kunden, oder freiwillige Umweltverpflichtungen. Dokumentiert werden diese bindenden Verpflichtungen im Rechtskataster.

Beim Benchmarking geht es im Grundsatz darum, gleichartige Dinge wie beispielsweise Verfahren, Organisationen, Dienstleistungen oder auch Energieleistungskennzahlen miteinander zu vergleichen.

Dieser Vergleich bezieht sich auf als geeignet erachtete Referenzwerte und erfolgt systematisch und streng zielorientiert. In der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 wird die Definition und Festlegung von Kennzahlen und deren Vergleich gefordert. Diese Zahlen können über Benchmarking verglichen werden.

Das Ziel des Energieeffizienz-Benchmarkings ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und Optimierungsmaßnahmen abzuleiten, um Energieeffizienzsteigerungen im Unternehmen zu erreichen. Diese Verbesserungen können zum einen auf der Basis von festgestellten Best-Practice-Fällen (kurzfristig), zum anderen durch einen kontinuierlichen Lernprozess im Unternehmen (mittel- bis langfristig) erreicht werden.

Dieses komplexe Managementwerkzeug muss im Rahmen des Energiemanagementsystems richtig eingesetzt werden, nur so kann Benchmarking zu einem kontinuierlichen Vergleichssystem werden.

Alle Unterlagen mit Angaben zur Sicherstellung der geforderten Qualität der Zulieferungen.

Das ehemalige Kapitel 4.6 „Überprüfung” der ISO 50001:2011 wurde in das neue Kapitel 9 ”Bewertung der Leistung” überführt.
Dieses Kapitel fordert: Die Organisation hat festzulegen, was zu überwachen und zu messen ist (auf jeden Fall, ob rechtliche Vorschriften beachtet wurden), welche Methoden anzuwenden sind, wann zu überwachen und zu messen ist und wann die Ergebnisse der Überwachung und Messung zu analysieren und zu bewerten sind. Die Norm beschreibt hier auch die Anforderungen an die Managementbewertung und an interne Audits.

Mitarbeiter sind nur dann motiviert, wenn sie ihren Beitrag zum Energiemanagement kennen.
Daher fordert die ISO 50001:2018, dass sich alle für das Energiemanagementsystem relevanten Personen der Energiepolitik, der Energieziele, ihres Beitrags zur Wirksamkeit des EnMS und die Folgen einer Nichterfüllung der Anforderungen bewusst sind. Das Bewusstsein der Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für effektives Energiemanagement.
Normal von der höchsten an einem betrachteten Ort verfügbaren Genauigkeit, mit den vorgenommenen Messungen verglichen werden zu können.
Qualitätsmanagement Begriffe

Darlegungsgrad

Das Ausmaß, in dem Nachweise geführt werden, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, dass (vom Kunden) spezifizierte Forderungen erfüllt werden.

Qualitätsmanagement Begriffe

Designvalidierung

Prüfung der Entwicklungsergebnisse unter speziellen Bedingungen für einen besonderen Anwendungsfall.

Qualitätsmanagement Begriffe

Designverifizierung

Prüfung der Entwicklungsergebnisse auf Erfüllung der spezifizierten Vorgaben.

Qualitätsmanagement Begriffe

Dienstleistung

Ergebnis einer Organisation mit mindestens einer Tätigkeit, die notwendigerweise zwischen der Organisation und dem Kunden ausgeführt wird.

Qualitätsmanagement Lexikon D

Amerikanischer Qualitätsexperte, der sehr viel Erfolg in Japan hatte (Qualitätspreis in Japan).

Er lieferte Denkansätze für Kaizen, z. B. durch Kundenorientierung, Wertschöpfungsorientierung, Mitarbeiterorientierung, Qualitätsorientierung, Prozessorientierung und Problemorientierung.

Siehe PDCA-Zyklus.
Qualität kann kein singuläres Element innerhalb der Unternehmensstrategie sein, sondern muss als umfassendes Konzept definiert werden.
Alle Aktivitäten sind darauf auszurichten, den Kunden innerhalb und außerhalb des Unternehmens zufrieden zu stellen. Dies begründet die Verknüpfung von kostenbewusstem unternehmerischem Handeln mit Qualitätsmaßnahmen.

Deming hat diese Verknüpfungen in seiner Reaktionskette dargestellt. Sie besteht aus folgenden Gliedern: Verbesserte Qualität, verbesserte Produktivität, sinkende Kosten, wettbewerbsfähige Preise, sichere Marktanteile, Festigung des Unternehmens, sichere Arbeitsplätze und Return on Investment.

Design ist der Sammelbegriff für Entwicklung und Konstruktion.
Änderung der Entwicklung aufgrund neuer Kundenvorgaben.
= Entwicklungsergebnisse.
Vorbereitung aller Maßnahmen, die für den gesamten Prozess der Entwicklung und Konstruktion notwendig sind.

Dokumentierte, umfassende und systematische Untersuchung einer Entwicklung sowie alle Teilergebnisse zwecks Überprüfung der Qualitätsanforderungen (Pflichtenheft).

Die DIN ISO 50001 (DIN EN ISO 50001:2018) stellt eine internationale Norm für Energiemanagementsysteme dar.

Darin enthalten sind die Vorgaben und Anforderungen, die an Energiemanagementsysteme gestellt werden. Am 21.08.2018 veröffentlichte die ISO wie geplant die neue ISO 50001:2018 für Energiemanagementsysteme.

Die Umstellungsfrist beträgt drei Jahre, nach dem 21.8.2021 laufen also alle Zertifikate nach der ISO 50001:2011 ab. Durch die Umstellung ISO 50001 auf die High-Level-Structure wird die Integration unterschiedlicher Managementsysteme erleichtert (gleiche Struktur mit Qualitätsmanagement nach ISO 9001 oder Umweltschutz nach ISO 14001).

Tätigkeit, die das systematische Sammeln und Auswählen, das formale Erfassen,
inhaltliche Auswerten und Speichern von Dokumenten oder Qualitätsaufzeichnungen umfasst, um sie bei Bedarf rasch und treffsicher auffinden zu können. Auch: Sammlung der zu einem Sachgebiet gehörigen Einzeldokumente.

Der Begriff dokumentierte Information beinhaltet in der DIN ISO 9001, DIN ISO 50001 und der DIN ISO 14001 als Sammelbegriff die dokumentierten Verfahren und Aufzeichnungen.

Dokumentierte Informationen umfassen z.B. Vorgabedokumente wie Handbücher, Verfahrensanweisungen, Prozessbeschreibungen, Nachweisdokumente wie Aufzeichnungen von Schulungen und Energieteamsitzungen etc. Mehr zum Thema in unserem Blogbeitrag.

Start der eigentlichen Begutachtung im Zertifizierungsprozess.

Der Auditor prüft, ob die vom Auftraggeber erstellte Dokumentation den Normforderungen entspricht. Das Ergebnis wird in einem Bericht über die Prüfung der Unterlagen dargelegt.

Tätigkeiten hinsichtlich der Erstellung, Prüfung, Freigabe, Änderung und Verteilung von Dokumenten sowie der Einziehung alter Unterlagen.
Begriffe A – D
Begriffe E – H
Begriffe I – L
Begriffe M – P
Begriffe Q – T
Begriffe U – Z

„Es ist wichtig, dass ein Ziel niemals durch Tätigkeiten oder Maßnahmen definiert wird. Es muss sich immer direkt darauf beziehen, wie das Leben für alle besser ist. Das Ziel eines Systems muss für jedermann in diesem System klar verständlich sein. Das Ziel muss Zukunftspläne enthalten. Das Ziel ist ein Werturteil.“

William Edwards Deming

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