Was bedeutet eigentlich Seiton, Seiso, Seiketsu, Shitsuke?

Diese Begriffe stammen aus der Japanischen Fertigung. Autonome Instandhaltung (Seiton) bedeutet: Die an einer Produktionsanlage arbeitenden Mitarbeiter sind für das reibungslose Funktionieren verantwortlich und führen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung des Anlagenzustandes selbstständig durch.

Grundlage ist ein geplantes Instandhaltungsprogramm, das turnusmäßig die maschinellen Produktionsvoraussetzungen überprüft (Seiso) und für die Schulung und das Training der Mitarbeiter in Bezug auf kompromisslose Qualität in der Produktion angeboten werden (Seiketsu). Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf der Instandhaltungs-Prävention (Shitsuke), die Ausfälle oder Leistungsminderungen von vornherein verhindert (für Prozesssicherheit).

Seiton erfordert Ordnungsliebe und einwandfreien Zustand aller Arbeitsmittel, jeder Gegenstand soll griffbereit am richtigen Ort aufbewahrt werden. Seiso bedingt Sauberkeit, Maschinen und Werkzeuge sind sauber zu halten, nach jedem Arbeitsgang ist der Arbeitsplatz zu säubern. Seiketsu schärft den persönlichen Sinn für Ordnung und Sauberkeit mit dem Ziel, dies zur persönlichen Gewohnheit werden zu lassen. Shitsuke ist nur möglich, wenn Disziplin, Standards, Regeln und Vorschriften ausnahmslos eingehalten werden.

Quelle: Symposium Publishing

Schritte zur Einführung eines QM-Systems

1. Voraussetzungen

Es ist schwer möglich, ein dem Stand der Technik entsprechendes QM-System in einem Unternehmen einzuführen, ohne das sich die Unternehmensleitung mit den Forderungen der entsprechenden QM-Normen identifiziert.

Das ist eine grundlegende Voraussetzung bei der Implementierung eines QM-Systems nach DIN EN ISO 9001:2008. Auch wenn dies zunächst nur aus Marktgesichtspunkten, z.B. aus Kundenforderungen geschieht.